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Und so geht es weiter

In der ersten Hälfte des Jahres 2027 soll es wieder so weit sein. Die Com-Com (eidgenössische Kommunikationskommission versteigert wieder einmal etwas, was ihr gar nicht gehört, nämlich alle mit auslaufenden Lizenzverträgen behafteten Frequenzbänder. Ja, wem gehört denn eigentlich das Spektrum der Funk-Frequenzen? Das BAKOM meint, der Allgemeinheit. Da gehören Du und ich aber auch dazu und ich möchte nichts davon verkaufen. Und wie hast es Du?

von Hansueli Jakob
Lanzenhäusern, 13.5.2026

Um es vorweg zu nehmen: Es handelt sich nicht etwa um 5G oder 6G ab 3400MHz und höher, sondern ganz einfach um alle bisher genutzten Bandbreiten in folgenden Frequenzbändern: 700, 800, 1400, 1800, 2100 und 2600MHz. Das sind erstens einmal die frei gewordenen Frequenzen aus den bereits abgeschalteten Funkdiensten 2G (GSM) und 3G (UMTS) und dem noch im Dienst stehenden 4G (LTE).
Interssant an dieser Konstellation ist, dass es sich laut Com-Com um etwa die Hälfte der Bandbreiten handle, die in einer späteren Auktion für 5G und 6G versteigert würden.

Wie viele neue Senderstandorte?
Das würde sich dann wieder mit der Aussage  verknüpfen lassen, dass wegen den stark verkürzten Reichweiten der 5G-Frequenzen im 3400-3800MHz-Band und der 6G-Frequenzen im 26 und 40GHz Band in der Schweiz zu den 20’000 bereits bestehenden Mobilfunk-Sendeanlagen, nochmals 40’000 zusätzliche zugebaut werden müssten. Und dass wegen diesem schier hoffnungslosen Unterfangen, den Anwohnenden jetzt das Einspracherecht entzogen werden soll.
Weiter interessant ist die Recherche des preisgekrönten Journalisten Jon Mettler, gegenüber der Versteigerung von 2012 seien die Mindest-Gebote um 117% angehoben worden. Was die Mobilfunk-Anbieter zu Protesten und Beschwerdeverfahren bewogen habe. Das Geld, welches sie für diese Preiserhöhung investeren müssten, würde ihnen dann beim Ausbau der Netze fehlen.  Und die Folge davon wäre, dass Sunrise und SALT fusionieren müssten um neben dem Halbstaatsbetrieb Swisscom noch bestehen zu können. Und nur noch 2 Anbieter wären für den Konkurrenzkampf, sprich Preise von Handy-Abos, gar nicht gut.

Preis der Mindest Gebote um 117% gestiegen
Die Versteigerung von 2012 (über die bisher genutzten Frequenzen) spülte 996 Millionen in die Bundeskasse. Und diejenige über die 5G-Frequenzen von 2019 waren es nur 380 Millionen.
Der Staat kann natürlich nicht solche Konzessionsgelder kassieren und dann den Mobilfunkern mit Strahlungs-Grenzwerten, welche die Bevölkerung schützen würden, das Geschäft vermiesen. Mit einigen wenigen Prozenten aus diesen Einnahmen lässt sich eine muntere Schaar von Bundes-Juristen finanzieren, um jeglichen Zusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und Mobilfunkstrahlung abzuleugnen. Einige Brosamen davon genügen offensichtlich auch schon, damit  arbeitslose Wissenschaftler die richtigen Erkenntnisse publizieren. Musterbeispiele hiezu: https://www.gigaherz.ch/sind-manche-wissenschaftler-so-bloed-oder-wollen-sie-uns-nur-fuer-dumm-verkaufen/


Bild oben: Quizfrage; wem gehört die Mobilfunk-Sendeanlage LU607? Sunrise oder Cellnex?

Neuer Mobilfunk-Anbieter im Hintergrund?
Auf diese Kommödianten-Bühne kommt noch ein vierter verdeckter Mobilfunk-Anbieter hinzu. Es ist die Cellnex SA.- mit Sitz in Barcelona mit einem schier undurchschaubaren Netz von Tochtergesellschaften in allen westeuropäischen Staaten. In der Schweiz nennen sie sich etwa Swiss-Towers oder Cellnex Alpine.
Sie kaufen von den Mobilfunkgesellschaften bereits in Betrieb stehende Mobilfunk-Sendeanlagen. Die Verkäufer, also die Mobilfunk-Anbieter betreiben diese jedoch mit einem Leasing-Vertrag weiterhin. Für beide Seiten ein hoch-profitables Geschäft. Die Leasing Geber mit sensationellen Jahres-Abschlüssen und die Leasing-Nehmer und zugleich Verkäufer, kommen so rasch zu neuem Geld für den weiteren Netzausbau und können die Leasing-Gebühren in ihren Steuerrechnungen erst noch als Unkosten abbuchen. Eine riesige künstliche Geldherstellungs-Maschine. um möglichst ohne Arbeit zu viel Geld zu kommen.
Und bei Schadenersatz-Klagen sind es dann nicht die Sendemasten von Sunrise, von welchen die gesundheitsschädigende Strahlung ausgegangen ist, sondern die Cellnex-Masten. Geschädigte dürfen sich dann in spanischer Sprache, in 6-facher Ausführung an Cellnex SA in Barcelona wenden. Selbstverständlich nur mit einem spanischen Anwalt.

Von Hans-U. Jakob

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