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Leuk steht auf

Die private Firma SpaceX von Elon Musk plant ein weltumspannendes Starlink-Satellitennetzwerk und will die grösste Bodenstation in Europa mit 40 Starlink Satellitenantennen in Leuk bauen mitten ins Siedlungsgebiet und im Naturpark Pfyn-Finges.
Die Antennen senden im Vergleich zu üblichen Mobilfunkbasisstationen und den alten Satellitenantennen mit erheblich mehr Leistung und in einem viel höheren Frequenzbereich (25-30 GHz, Millimeterwellen).


Pressemitteilung des Vereins
Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk https://schutzvorsatellitenstrahlungregionleuk.ch/
anlässlich der Petitionsübergabe mit 14 300 Unterschriften an die Bundeskanzlei zu Handen Herrn Bundesrat Pfister am 21. Mai 2026

Als langjährige Hausärzte in Leuk sind wir (Dres. med. H. Schnyder-Etienne und R. Kuonen) der Gesundheit und der Vorsorge verpflichtet.

Im Frühjahr 2025 kam eine Übersichtsstudie der WHO heraus, dass die Mobilfunkstrahlen im Tierversuch nachweislich krebsfördernd sind, dies auch unterhalb der schweizerischen Grenzwerte. Die zuständige EU-Kommission forderte die Staaten auf, die hochfrequenten elektromagnetischen Strahlen tief zu halten zum Schutze der Bevölkerung!

Im Juni 2025 erfuhren wir von diesem überdimensionierten Bauprojekt. Mit vielen besorgten Menschen haben wir Ende Juni 2025 dagegen eingesprochen wegen Strahlenrisiken, gesundheitlicher Gefährdung und politischer Brisanz.

Ende November 2025 gab die Gemeinde Leuk die Baubewilligung und wies unsere Einsprache ab. Sie verwies auf die bereits gegebene Versuchskonzession durch das Bundesamt für Kommunikation und die positive Vormeinung der kantonalen Stellen.
Weder unsere Argumentation noch die Umweltschutzgesetze und der Schutz der Bevölkerung wurden beachtet. Ende Dezember 2025 haben wir erneut Beschwerde gegen diese Baubewilligung beim Walliser Staatsrat eingelegt. Einen Tag vor Abgabe unserer Beschwerde erhielten wir endlich Einsicht in den technischen Bericht der Firma SpaceX. Dieser Bericht war auf Deutsch.

Bei der Tabelle für unbeabsichtigte Strahlen war 1/3 geschwärzt und dadurch die ganze Tabelle nicht interpretierbar! Wurde dies so von den Instanzen akzeptiert? Gibt das Bundesamt für Kommunikation eine Versuchskonzession trotz geschwärzter Tabelle? Was soll hier verborgen werden? Wer hat dies warum vertuscht?

Weitere Ungereimtheiten:
°°Nach wie vor existiert kein Antennendiagramm zur Beurteilung der Strahlenbelastung. (aus physikalischen Gründen gibt es immer eine Streustrahlung)

°°Die Berechnung der Strahlenbelastung gilt nur für eine Antenne, nicht für 40! Gibt es kumulative Effekte, Interferenzen usw.? Dies ist klar gesetzeswidrig in der CH.

Wir erhielten bei diesem laufenden juristischen Verfahren vom Staatsrat die Möglichkeit zur Stellungnahme und Akteneinsicht.
Bei dieser Akteneinsicht fanden wir anfangs Mai 2026 die Originalfassung des technischen Berichtes der Firma SpaceX auf Englisch und bemerkten, dass diese Tabelle für unbeabsichtigte Strahlung ungeschwärzt ist! Da wir dies erst kurzfristig bekommen haben, müssen diese Daten zuerst ausgewertet und interpretiert werden.
Eine Forschung durch die wirtschaftsnahe Stiftung FSM ist für 2026/2027 angedacht für die die Strahlung von den Satelliten auf die Erde (Download) für die Endgeräte wie z.B. Handys und die Umgebung der Anlage (Marco Zahner et al).

Aus gesicherten Quellen erfuhren wir, dass das grösste Strahlenproblem der Uplink ist. Jede einzelne Starlink-Antenne ist beweglich und sendet mit viel mehr Leistung und in einem viel höheren Frequenzbereich zu den Satelliten in einem Abstrahlwinkel von 140 Grad (ab 20 Grad über der Horizontalen) rundum und dies 40-mal bei 40 Antennen!

Wie Sie wissen sind wir in einem Berggebiet, so werden auch Menschen in den Dörfern, Tiere und die ganze Umgebung oberhalb der Anlage dauernd bestrahlt und dies ohne geplante Strahlenmessung! Diesbezüglich wurden keine Abklärungen getroffen, obwohl der Bundesrat anfangs Mai 2026 beschwichtigte, die zuständigen Behörden des Kantons Wallis hätten dies geprüft. Wo bleibt der Bevölkerungsschutz für eine Anlage in privaten Händen? Ohne Messung in den Dörfern werden wir zu Versuchskaninchen!

Schutz der Natur und Umwelt
Eine Gefährdung von Natur und Umwelt ist nicht auszuschliessen. Welche Auswirkungen auf Gleitfallschirmpiloten im Strahlungskegel bestehen, sind unbekannt. In der Luft sind besonders Vögel und Insekten (inkl. Aeroplankton) betroffen, deren Gesundheit und Orientierungssinn leidet, was durch unabhängige Forschung belegt ist. Somit können Zugvögel in Gefahr kommen. Dies in einem Naturpark mit der grössten Vogelvielfalt der Schweiz.

Ökologische Perspektive
Mit dieser Anlage wird sehr viel Strom verbraucht, was insgesamt dem Verbrauch von rund 400 durchschnittlichen Einfamilienhäusern entspricht. Zusätzlich geplante Rechenzentren benötigen grosse Mengen Kühlwasser und Strom.

Geopolitische Perspektive
Bei bewaffneten Konflikten könnte Leuk als Standort dieser strategisch wichtigen Bodenstation ins Visier genommen werden. Ebenso kann diese Internetverbindung mit einem Knopfdruck von den USA aus unterbrochen werden

Zusätzlich besteht für die Behörden in der Schweiz kein Rechtsanspruch auf Zugang und Kontrolle der Daten dieses privaten Satellitennetzwerks. Die Schweiz muss ihre Datensouveränität behalten und kontrollieren können. Die neutralitätspolitischen Aspekte bedürfen einer Klärung in einem demokratischen Prozess.

Gesamthaft kann gesagt werden, dass wir kein Satelliteninternet mit viel höher frequenter Strahlung mit unbekannten Folgen brauchen. Nebst dem Mobilfunk ist das Glasfasernetz die schnellste, nicht strahlende, energiearme und sicherste Internetverbindung der Schweiz.
Das in der Umweltschutzgesetzgebung verankerte Vorsorgeprinzip muss gewährt sein.
Auch die Frage um die Risikoabwägung bei soviel Nichtwissen ist relevant.

Unserer Forderungen sind:

°°Keine Starlink Satellitenantennen in Leuk
°°3Unabhängige Forschung zur Strahlungsbelastung (Forschen vor Bauen)
°°Die politische Diskussion muss national geführt werden

Verein «Schutz vor Satellitenstrahlung Region Leuk»
Dr. med. Hanna Schnyder-Etienne, Co-Präsidentin
Dr. med. Roman Kuonen, Co-Präsident
Yvonne Schmidt, Gesundheitsfachfrau, KT Feldenkrais, Vorstandsmitglied

Ende der Pressemitteilung

Kommentar von Hansueli Jakob
NIS-Fachstelle von Gigaherz.ch

Egal wie hoch die Berechnung der Strahlenbelastung für die betroffene Bevölkerung ausfällt, die grösste Gefahr besteht meines Erachtens im Bruch mit der Neutralitätspolitik der Schweiz.
Mit der Installation der grössten Bodenstation Europas mit 40 Starlink Satellitenantennen auf dem Hochplateau von Leuk wollen massgebende Walliser Politiker aus reiner Geldgier einen der wichtigsten Stützpunkte einer ausländischen Grossmacht für den Cyber-Krieg bewilligen. Die geplante Bodenstation ist meines Erachtens längerfristig gesehen für Elon Musks Starlink Satelliten geradezu lebenswichtig. Es ist die Nabelschnur welche die unzähligen Starlink-Satelliten von der Erde aus dauernd mit neuen Datenmengen speist.
wenn es einem der gegenwärtigen Halunken, welche die Welt regieren, nicht mehr passt, was Elon Musk da liefert, muss dieser in erster Linie Leuk ausschalten. Am naheliegendsten wohl mit Angriffen von Langstrecken-Drohnen oder Mittelstrecken-Raketen. Die 40 Satellitenschüsseln liegen ja so schön auf dem Präsentierteller auf dem Hochplateau von Leuk. Und weil die erste Rakete nicht trifft folgt gleich noch eine zweite und dritte. Und weil auch noch Langstrecken-Drohnen folgen sieht sich die Schweiz plötzlich mitten in einem modernen Krieg.
Dies derweil zur Zeiz unser Verteidigungsminister Bundesrat Martin Pfister mit eindrücklichen Vorträgen im Lande herumwirbelt und die Bevölkerung inständig um einige Milliarden bittet, um endlich eine Raketen- und Drohnenabwehr auf die Beine zu stellen. Die Lieferung des in den USA bestellten Patriot-Raketen-Abwehrsystems, verzögert sich bekanntlich um Jahre, obwohl die Besatzung des Bundesrats-Jets den Weg für die Bettel-Touren unserer Bundesräte nach Washington, schon bald auswendig kennt.
Während die selben Politiker, welche die Leuker an Elon Musk verkaufen wollen, schon heute verkünden, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 0.8% um Martin Pfisters Pläne zu finanzieren, das gehe dann gar nicht.

Von Hans-U. Jakob

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