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Bericht von der Generalversammlung vom 11.März 2017

Jährliche Generalversammlungen sind in der Schweiz eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtübung für Vereine mit juristischer Persönlichkeit nach Art.60ff ZGB.
Präsident, Kassenverwalter und die übrigen Vorstandsmitglieder haben dabei gegenüber den Vereinsmitgliedern Rechenschaft abzulegen über ihre Aktivitäten des letzten Geschäftsjahres und über den Stand der Finanzen.
Die Vereinsmitglieder können hier bei der Gestaltung des kommenden Jahresprogramms und des Budgets mitreden und Vorschläge und Anträge unterbreiten. Ebenso legen die Vereinsmitglieder den Jahresbeitrag für das laufende Jahr fest.

Eine Generalversammlung ist also weder ein wissenschaftlicher Kongress, noch ein technisches oder juristisches Seminar, sondern eine ziemlich trockene, Pflichtübung mit gesetzlich genau festgelegten Traktanden, welche jährlich einmal behandelt werden müssen. Spielraum für kreative Teilnehmer gibt es erst am Schluss der Tagung unter den Traktanden künftige Aktivitäten des Vereins sowie Verschiedenes und Unvorhergesehenes.


Nichtsdestotrotz vermochten am Samstag den 11.März eine stattliche Zahl an interessierten Mitgliedern aus der ganzen Schweiz, vom Boden- bis zum Genfersee und von Basel bis Locarno den Saal des reformierten Kirchgemeindehauses in Thalwil zu füllen. Der diesjährige Teilnehmerrekord zeigt doch deutlich, dass das Thema «Elektrosmog» in der Bevölkerung trotz gegenteiliger Behauptungen der Mobilfunk- und Stromnetzbetreiber immer noch einen sehr hohen Stellenwert hat.

Als erstes wichtiges Traktandum, stand die Genehmigung der Jahresrechnung 2016 auf der Tagungsliste. Dieser wurde einstimmig ohne Gegenstimme zugestimmt. Der Verein Gigaherz gibt aus taktischen Gründen in den Medien dazu keine Summen bekannt. Es kann jedoch gesagt werden, dass dank zahlreichen Spenden der Verein finanziell sehr gut aufgestellt ist und im Stande ist, noch etliche Stürme zu überstehen und selber noch viele neue Aktionen zu starten. Ein herzliches Dankeschön dem Kassenverwalter Erwin Bär für die seit 16 Jahren makellos geführte Vereinskasse.

Der Jahresbericht
Um die trockene Materie etwas aufzulockern packte der Präsident den vom Gesetz verlangten Jahresbericht nicht in eine Endlosrede, sondern in eine Powerpoint-Präsentation. Laut seinen Schilderungen war 2016 so ziemlich das «verrückteste» Jahr seit Bestehen des Vereins. Als Highlight bestanden aus seiner Sicht die Erhebungen des Bundesamtes für Statistik, welche besagen, dass 52% oder 4.3Millionen Schweizerinnen und Schweizer, Mobilfunksender seit 5 Jahren konstant für gefährlich oder eher gefährlich halten und dass an diesen Zahlen der Verein Gigaherz.ch nicht ganz unschuldig ist..


Der Verein Gigaherz.ch wird sich deshalb künftig weder von Seiten der Mobilfunk- und Stromnetzbetreiber, noch von den Behörden irgendwelche Mobbing- oder Rufmordkampagnen oder andere Herabwürdigungen bieten lassen. 4,3Millionen Menschen in diesem Land können sich nicht irren und müssen sich nicht länger als Phobiker, Geistesgestörte oder sonstige Spinner  betiteln lassen. Es reicht jetzt!

Ein weiteres Highlight war natürlich die Abstimmung vom 8. Dezember im Ständerat wonach die Schweizer Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung nicht gelockert werden dürfen. Wie doch Ständerat Ruedi Noser und seine Auftraggeber aus der Mobilfunkbranche so schön aus der Kurve geflogen sind!
Den vollständigen Jahresbericht finden Sie auf Wunsch vieler Vereinsmitglieder, die an der Teilnahme an der GV  verhindert waren, unter:
https://www.gigaherz.ch/wp-content/uploads/2017/03/Jahresbericht-2016.pdf
Der Bericht enthält indessen nur Vorkommnisse an welchen der VereinGigherz.ch in irgendeiner Form beteiligt war.

Zum dritten Highlight kam es, als unser Vorstandsmitglied Joe Schlumpf die denkwürdige Rede von Bundesrätin Doris Leuthard vom 16.6.16 vor dem Nationalrat einspielte. Zu sehen und zu hören unter:
http://www.mobilejoe.ch/neu/news/wlan_info_news_kaiserschmarren.html
Da blieb mancher Versammlungsteilnehmerin und manchem Versammlungsteilnehmer buchstäblich das Lachen im Hals stecken, wie da die heutige Bundespräsidentin die ganze Physik und Technik rund um den Mobilfunk komplett neu erfand. Nach diesem Film mag vielen ein Licht aufgegangen sein, wieso der Lobbyistenverein ICNIRP ein dermassen leichtes Spiel hat, Behörden und Regierungen der ganzen Welt mit ihrem höheren technischen Blödsinn zu unterwandern.

Unter den Traktanden «Jahresprogramm» und «künftige Aktivitäten und Strategien» konnte der Vorstand viele Anregungen und Wünsche der Versammlungsteilnehmer entgegennehmen. Aus taktischen Gründen werden wir diese hier jedoch nicht kommunizieren. Unsere Gegner müssen nicht unbedingt wissen, was wir 2017 noch so alles «im Schilde führen».

Bleibt nur noch zu danken:
Den Thalwiler Frauen, die uns, wie jedes Jahr den Saal und die Tische so schön dekoriert haben.
Der reformierten Kirchgemeinde Thalwil, für die Gastfreundschaft, die wir seit 16 Jahren trotz versuchter hinterlistiger Störmanöver immer wieder geniessen dürfen.
Und natürlich all den Versammlungsteilnehmern, die die meist mehrstündige Reise nach Thalwil nicht gescheut haben um ihre Solidarität zu bekunden.


79 Jahre und kein Bisschen leiser………Der Präsident in Aktion. An dieser GV zuständig für Jahresbericht und Regie.

Von Hans-U. Jakob

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