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Generalversammlung 2022 – Eine Rueckblende

Die jährliche Generalversammlung von Gigaherz.ch – eine gesetzliche Pflichtübung für jeden Verein – fand dieses Jahr am 14. Mai am Wohnort des Präsidenten statt. Zur Präsentation, Diskussion und Abstimmung standen die Ereignisse des Betiebsjahres 2021.


Bild oben: Der Versammlungsort, das Schloss Schwarzenburg

Gleich zu Beginn der Veranstaltung um 10.15 Uhr machte der Präsident in seiner kurzen Begrüssungsansprache unmissverständlich klar, dass sein Gebrauchsdatum mit 84 Lebensjahren jetzt endgültig abgelaufen, und dies nun nach 22 Jahren als Präsident, die letzte Generalversammlung unter seiner Führung sei. Seine Nachfolge hätte längstens geregelt werden müssen, aber dann sei die Corona-Seuche mit ihren Versammlungsverboten und die sagenhafte Behörden-Lügerei betreffend 5G dazwischengeraten und der Kapitän habe nicht mitten im Sturm die Kommandobrücke verlassen können. Aber jetzt sei es höchste Zeit für eine neue Führung mit neuen Ideen.
Nach der Präsentation des Jahresberichts in Form eines Power-Points übernahm vorerst einmal der amtierende Vize-Präsident die weitere Moderation der Versammlung.
Der Jahresbericht des Präsidenten kann hier eingesehen oder auch heruntergeladen werden: https://www.gigaherz.ch/wp-content/uploads/2022/05/Jahresbericht-2021.pdf
Passiert ist natürlich 2021 in Sachen Elektrosmog weit mehr als hier festgehalten. Wir beschränken uns hier jedoch strickte auf Ereignisse, in welche der Verein Gigaherz.ch direkt involviert war.


Die Jahresrechnung schloss mit einem Einnahmen-Überschuss von rund Fr.22’000 ab. Über das Vereinsvermögen geben wir aus taktischen Gründen ausschliesslich nur an der Generalversammlung, nicht jedoch öffentlich Auskunft. Zur Klarstellung: Es reicht noch für nächsten 10 Jahre Gigaherz.ch.
Die gute finanzielle Situation erlaubte es uns auch 2021 verschiedene Gerichtsfälle gegen den Bau von Mobilfunk-Sendeanlagen zu unterstützen. Bedingung für einen Beitrag ist und bleibt jedoch: Der Fall muss von nationaler oder mindest regionaler Bedeutung sein und vorgängig mit dem Vorstand von Gigaherz.ch abgesprochen werden. Einfach drauflos prozessieren und uns nach verlorenem Prozess die Rechnung schicken, geht nicht.
Nach verlesen des Revisorenberichtes wurde die Jahresrechnung 2021, mit bestem Dank an den Kassenverwalter einstimmig genehmigt. Ebenso das Budget 2022.

Der Mitgliederbeitrag muss aus gesetzlichen Gründen an jeder Generalversammlung neu festgelegt werden. Nach geführter Diskussion wurde dieser auf Fr. 50.- belassen.

Die Schwerpunkte im Tätigkeitsprogramm 2022 liegen in der Bekämpfung des erneuten Grenzwertschwindels bei 5G-Sendeanlagen im Besonderen in der neuen Ziffer 63 im Anhang 1 der NISV, das heisst des Reduktionsfaktors und des 6-Minuten-Mittelwertes. Vom nicht-fachkundigen Bundesrat am 17. Dezember 2021 in Kraft gesetzt.

Des Weiteren in der Bekämpfung der Urkundenfälschung bei amtlichen Abnahmemessungen von Mobilfunk-Sendeanlagen durch die kantonalen Umweltämter.
Alles immer im Bereich rechtlicher Möglichkeiten die uns dazu offen stehen.

Eingehend diskutiert wurde die Unterstützung der Safer-Phone Initiative. Peter Schlegel vom Initiativkomitee erläuterte, um was genau es gier geht. Gigaherz.ch wird die Initiative ideell (im Internet)und finanziell unterstützen, kann jedoch bei der  Unterschriftensammlung wegen fehlenden personellen Ressourcen kaum behilflich sein.

Das Votum einer Rechtsanwältin: Es brauche jetzt eine Änderung in der Schweizerischen Rechtsprechung. Gigaherz.ch müsse sich dafür einsetzen, damit den Experten und Sachverständigen der Schutzvereine endlich dasselbe rechtliche Gehör gewährt werde, wie den Mobilfunkbetreibern und den Bundesämtern.
Ein weiterer Votant verlangte einen Mustertext, zwecks Antrag auf Steuerbefreiung bei Spenden an das Initiativkomitee und weiterer Schutzorganisationen vor Elektrosmog.

Schluss der Verhandlungen um 12.15. Anschliessend gemeinsames Mittagessen in der Schlosstube und auf der offenen Schlosslaube. Hervorragend gekocht und serviert vom Catering-Service der Stiftung Bernaville Schwarzenburg, einer geschützten Werkstatt für Menschen mit einem Handicap.

Im Nachmittagsprogramm standen 3 Vorträge:
«vom Buebetrickli zum Volksbetrug» Die Geschichte der vom Bundesrat am 17.Dezember 2021 in Kraft gesetzten Ziffer 63 im Anhang 1 zur NISV. Eines Grenzwertschwindels von schier unglaublichem Ausmass. Dargeboten von Rebekka Meier, Präsidentin unseres Partnervereins Schutz vor Strahlung.

Und «Mobilfunk ausser Kontrolle» Vom totalen Versagen der Bundesbehörden in der Regulation der adaptiven Antennentechnik. Das heisst, der Story von den tanzenden Beams (Strahlenkeulen) und deren Reflektionen, die sogar Mehrwegsverbindungen ohne direkte Sichtverbindung von der Sendeantenne zum Endgerät aufbauen. Dargeboten von Dipl. Ing. ETH Thomas Fluri. Funk-Ingenieur der ersten Wahl.

Vortrag Nr.3: «Der Einfluss von Mobilfunkstrahlung auf das Verhalten von Honigbienen» Dargeboten von Dr. Daniel Favre, Biologe und Imker. Eindrückliche Berichte über seine Erfahrungen mit Imkerverbänden und Bundesämtern, die von seinen Messungen der Akustik (Summen) in Bienenstöcken, vor und während intensiver Mobilfunkstrahlung, nichts wissen wollen obschon bei intensiver Strahlung eindeutige Signale zum sofortigen Verlassen des Stockes (Schwärmen) zu hören sind.
Dr. Favre gab auch Informationen zu seinen nächsten Projekten in dieser Richtung. Zur Zeit des hohen Bienenverlustes während der Imkersaison 2021 wieder hochaktuell.

Schluss der Veranstaltung 16.40

Die 3 Vorträge werden demnächst, sobald die Autoren ihr Einverständnis gegeben haben, auf dieser Webseite aufgeschaltet.

Es bleibt nur noch für die vorzügliche Betreuung durch das Team der Stiftung Schloss Schwarzenburg zu danken, welche für uns die Bereitstellung und das Wegräumen der Möblierung sowie das Aufräumen und das Reinigen der Lokalitäten vornahm. Ein nicht unbeträchtlicher Arbeitsaufwand bei solchen Veranstaltungen.

Von Hans-U. Jakob

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