Wird am Fälschungsvorwurf weitergefälscht ?

WHO/ICNIRP/CH-Behörden
Posted by Administrator (yeti) on 16.07.2010
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Alexander_Lerchl.jpgFälscht der Vorsitzende des Ausschusses Nichtionisierende Strahlung der Deutschen Strahlenschutzkommission und Professor der privaten Jacobs-Universität, Dr. Alexander Lerchl, (im Bild links) weiterhin einen längst widerlegten Fälschungsbericht?

Mitgeteilt von emf-hese-project org am 30.06.2010

Mit der Bitte um Weiterverbreitung.
Publiziert bei Gigaherz am 16.7.2010

 

Gemeint ist die nachfolgende Veröffentlichung von Prof. Dr. A. Lerchl, im Forum des IZGMF (Informationszentrum gegen Mobilfunkkritiker)

REFLEX - EU-Geld wurde zurückgezahlt!
Behauptung von A. Lerchl, am Sonntag, 23. Mai 2010, 19:43

Zur Erinnerung: Peter Michael Lingens hat im profil-Artikel vom 17.4.2010 ("Die manipulierte Handy-Gefahr") folgende Aussage gemacht: "Angeblich musste es [das Institut für Arbeitsmedizin] gegenüber der AUVA auf das gesamte Studienhonorar verzichten, und die EU soll sogar Geld zurückbekommen haben."

Nun ist es allerdings amtlich, die EU hat Geld zurückgefordert.
Aus einer zuverlässigen (weil Primärquelle) in der Europäischen Kommission habe ich folgende Antwort auf eine Anfrage erhalten:

"The Medical University of Vienna (MUV) was asked in 2009 to reimburse a relatively small sum of money - about 8300 euros, relative to a total EU funding of about 187 000 euros for this partner, for a project called REFLEX, investigating potential hazards from low energy electromagnetic fields including those from mobile phones. This amount corresponds to the costs charged to the EU grant for the work of one employee which had lead to the publication of scientifically unjustifiable statistical information in 2005. The rest of the funding received by the MUV was found to have been used fully in line with the agreed project parameters. The MUV recognised scientific misconduct (fabrication of data) in the frame of another completely separate study. This study however was not supported by the REFLEX grant or any other EU funding source.
Regards"

Übersetzung von mir (A.Lerchl), ohne Gewähr:
"Die Medizinische Universität Wien (MUV) wurde 2009 aufgefordert, einen relativ kleinen Betrag zurückzuzahlen - ungefähr 8,300 Euro, bezogen auf eine Gesamtförderung durch die EU von 187,000 Euro für diesen Partner, für ein Projekt mit dem Namen REFLEX, welches die potenziellen Gefährdungen von niedrigenergetischen elektromagnetischen Feldern incl. der von Mobiltelefonen untersuchte. Dieser Betrag entspricht den Kosten, die dem EU Projekt in Rechnung gestellt wurde für die Arbeit einer Angestellten, die zu der Publikation von wissenschaftlich ungerechtfertigten statistischen Informationen in 2005 geführt hatte [gemeint ist die Publikation in Mutation Research (1)]. Der Rest der von der MUV erhaltenen Mittel wurde in völliger Übereinstimmung mit den vereinbarten Projektparametern verwendet. Die MUV erkannte wissenschaftliches Fehlverhalten (Datenfabrikation) im Zusammenhang mit einer völlig separaten Studie. Die Studie wurde allerdings nicht von dem Geld für die REFLEX-Studie oder einer anderen EU-Geldquelle unterstützt."

(1): Diem E, Schwarz C, Adlkofer F, Jahn O, Rüdiger H. (2005) Non-thermal DNA breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH-R17 rat granulosa cells in vitro. Mutation Research 583: 178-183.

Damit ist jetzt amtlich: Nicht nur das Geld für die REFLEX-Nachfolgestudie, aus der die 2008-er Veröffentlichung hervorging (UMTS-Studie), wurde zurückerstattet, sondern auch Gelder der eigentlichen REFLEX-Studie. Also EU-Geld. Damit ist klar, dass Schuld erkannt und anerkannt wurde

Link zum Orginal http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=40081
ENDE der Behauptung von A. Lerchl

 


Antwort von Prof. Mosgöller

mitgeteilt von emf-hese-project org am 30.06.2010

Mit der Bitte um Weiterverbreitung. Publiziert bei Gigaherz am 16.7.2010


Gezielte Fehlinformation durch den Vorsitzenden der SSK, Prof. Lerchl?

Eine Stellungnahme von Prof. Mosgöller,
Sie können sie auch unter nachfolgendem Link einsehen.


http://www.hese-project.org/Forum/index.php?story_id=6808&parent=0&forum_id=1

 

Prof. W. Mosgoeller (ehem. EU-Projekt-Koordinator) erklärt öffentlich:

Im Internet kursieren seit Mai Gerüchte um einen angeblichen "amtlichen" Brief von der Europäischen Kommission. Der Vorsitzende des SSK Ausschusses für "Nichtionisierende Strahlen" Alexander Lerchl, der sich seit drei Jahren vergeblich in der Inszenierung eines Forschungsskandals übt, streut nun Gerüchte um seine Vorstellung nochmals auf die Bühne zu zerren.

Die Gerüchte sind nicht nur unbelegt, sie sind mehrfach unglaubwürdig. Warum gibt es keine authentische Brief-Kopie, und kein konkretes Amt? Was gibt es durch auszugsweises Zitieren zu verbergen ? Hat man selber EU-Projekte gemacht, so ist es klar, dass diese Gerüchte nichts mit der Wahrheit zu tun haben können. Es gab in Brüssel keinen transparenten Vorgang, der in eine derartige amtliche Mitteilung münden hätte können. Schon darum ist die Sache unglaubwürdig. Der Brief - so er existiert - ist sicher nicht "amtlich", und falls der Brief existiert wollen wir diesen komplett sehen; wie beim Poker-Spiel wo der Bluffer die Karten auf den Tisch legen muss. Die hier geübte Vorgehensweise ist abwegig, sie zerstört das öffentliche Vertrauen in den deutschen Strahlenschutz.

Wilhelm Mosgoeller

einige Links zur Vorgeschichte:
http://www.gigaherz.ch/1511
http://www.gigaherz.ch/1444
http://www.gigaherz.ch/1375

Und die Warnung vor Gesundbetern unter http://www.gigaherz.ch/1592

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