Abrechnung mit den Propagandalügen des Forom Mobil

Forschung und Technik
Posted by Administrator (admin) on 01.01.1970
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Abrechnung mit den Propagandalügen des Forum Mobil

Mit den vom Forum Mobil, in dessen Zeitschrift "Frequentia", monatlich an alle Schweizer Aerzte veschickten Propagandalügen, geht Prof. Dr. Karl Hecht hart ins Gericht. Gnadenlos rechnet er auf über 200 Seiten im Besonderen mit dem Mitverfasser der Frequentia, dem Physiker Jiri Silny, ab.
Das Forum Mobil ist ein Verein der Schweizer Mobilfunkbetreiber und ihrer Zulieferer mit Jahresbeiträgen von 1 Million sfr. pro Mitglied. Für sfr 100'000 pro Jahr kann man auch Passivmitglied ohne Stimmrecht werden.

Publiziert bei Gigaherz am 26.9.05

Prof. Dr. Karl Hecht
1957 - 1977 Wissenschaftlicher Leiter der Abteilung Stress und Hypertonie im Zentralinstitut für Herz- Kreislaufforschung der Akademie der Wissenschaften in Berlin-Buch
1964 - 1977 Stellvertretender Direktor des Zentralinstituts für Herz-Kreislaufforschung, Berlin-Buch
1972 - 1990 Koordinator "Chronobiologie und Chronomedizin" der raumfahrtmedizinischen und biologischen Arbeitsgruppe "Interkosmos" der sozialistischen Länder.
1977 - 1988 Gründung und Übernahme der Leitung der selbständigen Abteilung Neuropathophysiologie der Charité der Humboldt-Universität zu Berlin
1977 - 1991Gründung und Übernahme der Leitung der raumfahrtmedizinischen und biologischen Zentren an der Berliner Charité
1983 Gründung und Übernahme der Leitung des Schlaflabors an der Charité mit 3 Plätzen
1988 - 1991 Gründung und Übernahme des Direktorats des Instituts für Pathophysiologie der Charité der Humboldt-Universität zu Berlin.
1990 Gründung des Schlafmedizinischen Zentrums und Übernahme der Leitung an der Charité der Humboldt-Universität zu Berlin.
1991 Emeritierung
1992 Mitbegründer der russischen Sektion der Internationalen Akademie der Wissenschaften.
1995 - 2000 Mitbegründer und medizinischer Direktor der I.S.F. Institut für Stressforschung GmbH, Berlin
2000 Gründer des Instituts für Psychosoziale Gesundheit
2001 Mitbegründer der aserbaidschanischen Sektion der Internationalen Sektion der Wissenschaften

Prof. Dr. Karl Hecht berichtet am 3. Nationalen Kongress Elektrosmog-Betroffener vom 19. Nov. 05 im Stadttheater Olten über
"Einfluss und Wirkung von athermischer nichtionisierender EMF-Strahlung als Stressoreffekt auf das Regulationssystem und den Schlaf des Menschen"

Die 202 Seiten Texte, Tabellen und Bilder der Abrechnung mit der Frequentia können hier unter folgenden internen Links heruntergeladen werden.

Hier können die 4 pdf-Dateien heruntergeladen werden: Teil 1 (PDF, 2.1 MB), Teil 2 (PDF, 4.2 MB), Teil 3 (PDF, 1.9 MB), Teil 4 (PDF, 0.7 MB)

Einführung zu Teil 1 (PDF, 2.1 MB)
Verfasser Prof. Dr. Karl Hecht
Anlass der Stellungnahme:
Durch eine Postwurfsendung erhielten die Schweizer Ärzte ein Journal "frequentia" von Herrn Jiri Silny, der die bioaktive Wirkung von hochfrequenten Wellen, speziell des Mobiltelefons und seiner Sendetürme, bestreitet, athermischeb/biologische Wirkungen als Spekulation bezeichnet, von physikalischen Mechanismen im Organismus spricht, wo sich in der Realität physiologische und pathophysiologische Mechanismen abspielen und selektive Studien anführt, die die Harmlosigkeit der hochfrequenten Mikrowellen, speziell des Mobilstelefons bezüglich der Tumorerkrankungen "belegen". Als ergänzende Literatur gibt Herrn Silny in erster Linie sich selbst an und eine Literaturdatenbank, die die Aufnahme von wissenschaftlichen Arbeiten selektiv behandelt. Herr Silny verschweigt aber z. B. die BUWAL-Studie der Schweiz, die historische Auseinandersetzung zur thermischen und athermischen/biologischen Wirkung von EMF-Strahlung in den USA sowie die gesamte wissenschaftliche Literatur osteuropäischer Länder, in der die Grenzwerte für EMF-Wirkungen um drei Zehnerpotenzen niedriger liegen als in Europa und den USA. Jiri Silny behauptet, dass diese überzogenen Grenzwerte einen ausreichenden Schutz vor gesundheitlichen Schäden bieten.

Da es sich mit dieser Postwurfsendung um eine irreführende Information für die Schweizer Ärzteschaft handelt, die den ausgewiesenen Aufgaben von "Forum mobil" widerspricht, und auch die Schweizer BUWAL-Studie überhaupt nicht erwähnt wird, halte ich es für meine ärztliche Pflicht, den Schweizer Ärzten, aber auch den deutschen Kollegen, den realen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu vermitteln, um sie vor möglichen Fehldiagnosen und Fehlhandlungen den Patienten gegenüber zu schützen, wenn Patienten über Radio- oder Mikrowellensyndrom-Symptomatik klagen. Dabei geht es nicht darum, Angst bei der Bevölkerung und den Ärzten auszulösen, wie dies den so genannten Elektrosmoggegnern allzu oft von den Vertretern des EMF-Thermo-Wirkungsprinzipdogmas vorgeworfen wird (leider auch öffentlich). Es geht vielmehr darum, ehrlichen Herzens auf Grund der weltweit erdrückenden Datenlage über den realmedizinisch wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu informieren, der von Herrn Silny und seinem "Wirkungskreis"verschwiegen oder sogar verleugnet wird, vor möglichen gesundheitlichen Schäden zu warnen. Prophylaxe ist besser als Therapie (Vorbeugen ist besser als Heilen). Diesem uralten medizinischen Grundprinzip möchte ich folgen.

Einführung zu Teil 2 (PDF, 4.2 MB)
Verfasser Prof. Dr. Karl Hecht
Nachhilfeunterricht zur Wahrheitsfindung und zur Wissenschaftlichkeit für Herrn Jiri Silny
Wie bereits vorstehend angeführt (Punkt 1) geht Herr Silny von nicht richtigen wissenschaftlichen Ansätzen aus, bestreitet die seit mehr als einem halben Jahrhundert bekannten Tatsachen zur athermischen/biologischen EMF-Wirkung, verschweigt Erkenntnisse der einschlägigen internationalen wissenschaftlichen Literatur, vertritt fanatisch die "thermische" Wirkungshypothese von Radiofrequenzen und Mikrowellen, betrachtet den Menschen als ein "Technovehikel"und hält an der Descartschen Auffassung des Dualismus von Körper und Geist fest. Es ist natürlich nicht verwunderlich, dass man mit derartigen inadäquaten methodologischen und methodischen Ansätzen keine bioaktiven bzw. gesundheitlichen Schäden anerkennen kann. Nachfolgend sollen, in bescheidenem Rahmen, Richtigstellungen, wissenschaftlich belegt, vorgenommen werden. Zu späterer Zeit wird in einem Buch noch ausführlicher dazu Stellung genommen.

Einführung zu Teil 3 (PDF, 1.9 MB)
Verfasser Prof. Dr. Karl Hecht
Bieten Grenzwertfestlegungen wirklich einen sicheren Schutz für die gesamte Bevölkerung, Herr Silny?
Grenzwertfestlegungen auf der Grundlage technischer Daten, ein Abstractum für Lebensprozesse des Menschen Techniker und Juristen wünschen immer konkrete Daten, wenn sie etwas entscheiden möchten oder sollen. Für technische oder physikalische Körper mag das richtig sein, aber nicht für die funktionellen Prozesse des menschlichen Körpers. Es gibt vom Standpunkt der Psychophysiologie keine reizspezifische Reaktion auf Umwelteinwirkungen, sondern eine individualspezifische Reaktion [Schandry 1998]. Für die Physiologie rufen Umwelteinwirkungen unspezifische Reaktionen in Abhängigkeit der individuellen Reaktionslage hervor [Selye 1953; Virchow 1869].
Unter diesem Aspekt ist es gar nicht möglich, den einwirkenden Umweltfaktor als Mass aller Dinge zu verwenden, sondern wenn man real an die Sache herangehen möchte, kann das Mass für einwirkende Umweltfaktoren nur ein individueller biologischer Wirkungsindikator sein. Auf diesen Fakt hat Rudolf Virchow schon 1869 verwiesen.
Bezüglich der Mikrowellengrenzwertfestlegung verwies darauf Dr. John McLaughlin [1962] in seiner Arbeit "Health, hazards from microwave radiation. In Western Medicine 3, April 1962, S. 126-132, in der er folgendes formulierte: "...Durchdringungsvermögen und Absorption von Mikrowellen sind Funktionen der Wellenfrequenz. Eine Standardgrösse, die angibt, wie viel Energie eine Person je cm² Oberfläche vertragen kann, muss unrichtig bleiben, solange wir nicht die Summe der Energien kennen, die der Betreffende maximal aufnehmen kann (und in welcher Zeit). ... Es bestehen auch nachweisbare Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Strahlungsarten. ..."
Die inzwischen bekannt gewordene kumulative Wirkung von Mikrowellen auf den menschlichen Körper [Zaret 1977, 1964; Presman 1970] berücksichtigt er noch nicht. Was sich auf diesem Gebiet heute abspielt soll nachfolgend abgehandelt werden.

Diverse Anhänge: Teil 4 (PDF, 0.7 MB)

ForumMobil propagiert Endlösung für Elektrosensible (unter Gesundheit und Leben)

Vorschau und Anmeldung zum 3.Nationalen Kongress Elektrosmog-Betroffener (unter Aufrufe und Aktionen)

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