Missgebildete Tiere durch Handy-Strahlung

Gesundheit und Leben
Posted by Administrator (admin) on 01.01.1970
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Missgebildete Tiere durch Handystrahlen?

Mit freundlichen Grüssen übersandt vom Abgeordneten-Büro Volker Hartenstein. 16.09.2001

Eine unheimliche Serie von Krankheiten bei seinen Zucht- und Mastschweinen und ein missgebildetes Ferkel haben jetzt bei einem Bauern in Rainbach im Innkreis das Fass zum Überlaufen gebracht. Sein Anwalt hat Strafanzeige gegen die Betreiber zweier Handymasten eingebracht. Denn die Krankheiten treten erst seit dem Betrieb der Sende-Masten derart gehäuft auf, sagen der Landwirt und sein Tierarzt.

Franz Öhlinger betreibt seine Schweinezucht und -mast schon seit Jahrzehnten. Der Betrieb war immer in Ordnung, sauber geführt, ein guter Durchschnittsbetrieb, bestätigt auch der Tierarzt des Bauern. Krankheiten traten, wie in der Nutztierzucht üblich, immer wieder auf. Genauso wie auf anderen Höfen auch. Doch plötzlich war alles anders, die Krankheitsfälle häuften sich. Damals traute sich allerdings noch niemand, einen direkten Zusammenhang zwischen Handymasten und der Häufung der Krankheiten herzustellen. Und deshalb entschlossen sich Bauer und Tierarzt zu einer radikalen Massnahme.

Betrieb stillgelegt und neue Tiere angeschafft

Der Betrieb wurde für drei Monate stillgelegt, alle Schweine wurden verkauft, die Ställe desinfiziert, teilweise sogar neu verputzt. Neue, gesunde und geimpfte Tiere wurden angeschafft. Doch nach wenigen Wochen war das Bild wieder das gleiche, sagt Franz Öhlinger.

Verhandlungen mit den beiden Handymastbetreibern brachten kein Ergebnis. Eine Messung im Auftrag eines der Unternehmen ergab, dass die Strahlungswerte am Hof und im Stall innerhalb der erlaubten Grenzwerte liegen.

Anzeige wegen Tierquälerei

Für den Bauer und seinen Rechtsvertreter, die Kanzlei Wagner in Schärding, keine befriedigende Lösung. Sie haben Strafanzeige wegen Tierquälerei eingebracht. Gestützt auf ein Privatgutachten, das besagt, dass die Strahlenbelastung durch die Handymasten die Tiere in Stress versetzt und sie deshalb so krankheitsanfällig seien. Die Anzeige liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft Ried. Sie muss entscheiden, wie es jetzt weitergeht.

Volker Hartenstein, Mitglied des Bayerischen Landtages (partei- und fraktionslos)
Rosshirtstr. 11, 97199 Ochsenfurt (Postanschrift); Tel.: (09331) 2825, Fax: (09331) 803189
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