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Mobilfunk verursacht Verluste, die die Hauseigentümer tragenHier in Kurzform die Zusammenfassung einer Informationsveranstaltung in Muttenz mit Kommentaren von Evi Gaigg. 8.2.04: (Siehe auch Basler Zeitung, 29.1.04) Wertverminderung von Liegenschaften Andreas Dürr, Jurist und Präsident des Hausbesitzervereins Muttenz, führt an einer Info-Veranstaltung des Hauseigentümerverbandes Muttenz aus, Mobilfunkantennen können zur Entwertung von Liegenschaften führen und die Vermietbarkeit von Mietobjekten erschweren. Demnach könnten Mieter von den Besitzern eines Mehrfamilienhauses eine Mietzinsreduktion verlangen, ohne dass dieser sie dem eigentlichen Verursacher, der Mobilfunkfirma, weitergeben kann. Nicht nur Einfamilienhaus-Besitzer mit einer Antenne auf dem Dach, sondern auch benachbarte Einfamilienhaus-Besitzer sind vom Wertverlust bedroht. Heinz Lanz, Geschäftsführer des Schweizerischen Immobilienschätzer-Verbandes (SIV), erklärt, der Kreis potenzieller Käufer für derlei Objekte reduziere sich in der Nähe einer Mobilfunkanlage. Diese verlieren an Attraktivität für Mieter und Käufer und somit an Wert. Geheime Pläne und handfeste Lügen: Claude Georges, Sprecher des Schweizerischen Mobilfunkverbandes SICTA, gleichzeitig Leiter der Abteilung Mobilkommunikation und Umwelt bei Swisscom Mobile, hält die Ausbaupläne für Antennenanlagen unter Verschluss, sie seien geheim, sagt er in seinem einstündigen Vortrag in Muttenz. Da darf sich wohl jedermann fragen, was denn die Industrie zu verbergen hat. Zur Glaubwürdigkeit und zur Transparenz trägt diese Haltung jedenfalls nicht bei, sie sät im Gegenteil weiteres Misstrauen. Dabei heisst es ständig, man nehme die Sorgen der Bevölkerung ernst und suche das Gespräch. Aber eben nur ein Gespräch, dessen Inhalt den Industrievertretern in den Kram passt. Grenzwerte und Standorte werden als Themen strikte abgelehnt! Von Transparenz keine Spur! Was die angesprochenen Sorgen um die Gesundheit betrifft, wiegelte Claude Georges ab. Er möchte zwar nach eigener Aussage "auch keine Antenne vor seiner Aussicht haben", aber die Ärzteschaft stufe das Problem als "nicht so schlimm" ein. Die holländische TNO-Studie habe zwar für etlichen Wirbel gesorgt, so dass die Schweizer Ärzte und Ärztinnen für Umweltschutz ein UMTS-Moratorium fordern. Ein solches werde allerdings von den Schweizer Ärztinnen und Ärzten (FMH) nicht unterstützt. Eine glatte Lüge, Herr Georges, denn genau diese Forderung ist in der Schweizer Ärztezeitung (SAZ 2004, 85, Nr.3) nachzulesen. Und sogleich stellen wir die Frage, warum sich die Vertreter der Mobilfunkbetreiber-Gesellschaften auf unsere seinerzeitige Aufforderung nicht bereit erklärt haben, sich selbst der Antennenstrahlung bei den geltenden Grenz- und Anlagewerten auszusetzen. Die Antwort gibt Herr Georges nun selbst, siehe oben. Beschönigte Probleme Jürg Bolliger, Mitglied der Muttenzer Bau- und Planungskommission ist ähnlicher Auffassung, denn er kritisiert die mangelnde Dialogbereitschaft der Industrie. Romy Anderegg, FDP-Landrätin und HEV-Mitglied schliesst sich dieser Meinung an. Walter Schibli, der HEV-Vizepräsident spricht ebenso deutliche Worte. Er stellt klar, dass der Mobilfunk ein lukratives Geschäft ist, aber dass die effektiven Probleme nicht angegangen werden. Keine Hirngespinste von "Scharfmachern" Dazu Mediensprecher Axel Langer, UBS: Diese Aussagen von versierten Fachleuten führen die an Info-Veranstaltungen von den Vertretern der Betreibergesellschaften oft gemachten Behauptungen ad absurdum, eine Liegenschaft gewinne im Gegenteil an Wert, weil dort mobil telefoniert werden kann. Nur ganz Blauäugige werden solches für bare Münze nehmen. Vertreter von Betreiberfirmen sollten also zuerst lesen lernen, bevor sie derlei Behauptungen dem Publikum auftischen. Wenn es um die Moneten geht Weiteres zu Wertverlusten finden Sie |
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