Lachen wirkt immer harmonisierend

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Posted by Administrator (admin) on 01.01.1970
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Lachen wirkt immer harmonisierend

Wie ein Zauberer aus dem Morgenland zu Beginn des 3.Jahrtausens nach Chr. mit Methoden aus dem 2.Jahrtausend vor Chr. die Schweiz von giftiger Mobilfunkstrahlung befreien wollte und sich damit eine goldene Nase zu verdienen hoffte.

Hans-U. Jakob, 12.6.04

Und alle sind sie auf diese Scharlatanerien hereingefallen. Aerger als die Füdlibürger in Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider".
Angefangen bei einzelnen Einwohnern von Hemberg (SG) wo das angeblich "hochwissenschaftliche" Experiment als Vorversuch für das ganze Land stattfand, bis zum Gemeinderat von Hemberg, welcher, wie gerüchteweise verlautete, schon das Ehrenbürgerrecht für den famosen Zauberer Dr. Ibrahim Karim ins Auge gefasst haben soll.

Da es sich beim Aegypter Ibrahim Karim um einen studierten Architekten mit ETH-Diplom und Doktortitel handelt, fielen selbst der Kantonsarzt von St. Gallen und auch noch gleich die Appenzeller Regierung auf dessen Machenschaften herein.

"Messen könnt ihr da gar nichts"
wurde dem Gigaherz-Messteam beschieden, welches den "wissenschaftlichen" Versuch des Aegypters verdeckt begleitete. Denn die von Dr. Karim in einigen wenigen Häusern von Hemberg angebrachten Plexiglas- und Holzfiguren, die aussehen wie Mundstücke zu Wasserpfeifen und gedrechselte Stuhlbeine, sollen angeblich keine Reduktion der Strahlung bewirken, sondern diese nur "von böse in gut" verwandeln, das heisst "harmonisieren". "Harmonisierend sollten angeblich auch die bespielten CD's wirken, welcher der Diplom-Architekt Karim an den Koax-Kabeln des Mobilfunksenders, eingebaut im Kirchturm zu Hemberg festband.

Messen und Nachweisen konnte das Gigaherz Messteam dann doch Schwerwiegendes. Nämlich, dass die Swisscom, welche am Versuch ebenso beteiligt war wie die Ombudsstelle der Mobilfunker, geleitet von Ständerätin Erika Forster, nach den sonderbaren Tätigkeiten des Aegypters die Sendeantennen im Kirchturm zu Hemberg verstellt hatte.

Um den Einstellwinkel einer Sendekeule zu ändern braucht es keinen Servictechniker vor Ort. Dies kann ferngesteuert von der Ueberwachungszentrale aus vorgenommen werden. Um den Punkt der gössten Strahlungsstärke, dort wo die Strahlenkeule Bodenberührung bekommt, von 100m auf 600m Distanz hinaus zu verschieben braucht es, je nach Geländeform, nur ein Anheben des Einstellwinkels von -6 auf -2° Grad hinauf. Zusätzlich kann die Strahlenkeule mechanisch auch noch nach links oder rechts geschoben werden. Das untenstehende Bild sagt alles ohne lange Worte.


Bild: Die 3D-Aufnahme einer Strahlenkeule, hergestellt beim BAKOM, zeigt ohne viel Worte sehr schön auf, weshalb Frau Keller aus Hemberg nach Anheben des Einstellwinkels der Antenne plötzlich nicht mehr im orangen Bereich, sondern mitten in einem "schwarzen Loch" sass. Die Antenne sitz hier oben an einem Masten. In Hemberg ist diese im Kirchturm eingebaut.
Die verschiedenen Farben geben verschiedene Strahlungsstärken wieder.
Schwarz bedeutet: keine Strahlung
Dunkelblau: sehr schwache Strahlung
Hellblau: schwache Strahlung
Weiss: mittelmässige Strahlung
Grün: Starke Strahlung
Gelb: sehr starke Strahlung
Orange: stärkste Strahlung
Braun: allerstärkste Strahlung


Der Hemberger-Trick oder das Wunder von Hemberg ?
Dieser Trick wird vielfach auch bei amtlichen Abnahmemessungen durch sogenannt akkreditierte Messfirmen in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern angewendet um den Behörden zu beweisen, wie harmlos doch das Ganze sei. Von mobilfunkkritischen Messtechnikern wird dieses Verfahren unterdessen schlicht "der Hemberger-Trick" genannt.

Vor dem Besuch Karims, am 5.8.03 betrug die maximal mögliche Strahlungsstärke im Dorfzentrum von Hemberg 61mW/m2 entsprechend 4.8V/m
Nach Karims Hokuspokus, am 20. 10. 03 betrug die maximal mögliche Strahlungsstärke im Dorfzentrum von Hemberg noch 3.1mW/m2 entsprechend 1.1V/m.

Dass es einigen Hembergern nach diesen "Massnahmen" (20mal weniger Strahlung) etwas besser ging, verwundert deshalb niemanden. Nur, dass das sogenannte "Wunder von Hemberg" mit Sicherheit nicht Karims Wunderfiguren, sondern dem "Hemberger-Trick" der Swisscom zu verdanken ist.

Entsprechende Publikationen des Gigaherz-Teams gerieten in der Folge der Ombudsstelle der Mobilkfunker, unter Ständerätin Erika Forster, völlig in den falschen Hals. Frau Forster, die den Wunderheiler ins Land geholt hatte, liess beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) sogar eine Gratis-Expertise anfertigen.
Fazit: "Gigaherz kann gar nicht Messen."
Auch diese Aussage wundert überhaupt niemanden. Denn das BAKOM hat sich unterdessen erwiesenermassen von einer Aufsichtsbehörde zum grössten Mobilfunkpromotor der Schweiz durchgemausert. Die vom BAKOM in den letzten 24 Monaten durchgeführten Veranstaltungen sprechen eine zu deutliche Sprache.

Basler Fastnacht 2005
Nachdem durch Basler Widerstandsgruppen berichtet worden war, auch die Schweizerische Energiestiftung SES möchte am Wunder von Hemberg teilhaben und ihnen den Aegypter Karim zwecks "Harmonisierung der Stadt" nach Basel schicken, traten die Basler Mobilfunkkritiker ziemlich geschlossen aus der SES aus. Sie wollten nicht riskieren an der Fastnacht 2005 das Hauptsujet zu liefern und durch zahllose Schnitzelbänke gezogen werden.

Swisscom und Ombudsstelle Forster im Krebsgang
Ein Lamento besonderer Art lässt nun das Schweizer Wochenblatt "FACTS" vom 10.6.04 los. Ausgerechnet jenes Blatt, welches Mobilfunkkritiker stets als Sektenbrüder und Esotheriker verschrien hat, kooperiert nun plötzlich mit dem Zauberer aus dem Morgenland und stellt Ibrahim Karim als "anerkannten Wissenschafter" der Helwan-Universität Kario vor, welcher mit seinen "Apparaten" im Stande sei, Mobilfunkgeschädigte wieder ruhig schlafen zu lassen.
Lautstark beklagt sich FACTS darüber, dass Swisscom und Ombudsstelle Forster plötzlich nicht mehr gewillt seien, Fr. 300'000 locker zu machen, um Ibrahim Karim die "Harmonisierung der ganzen Schweiz" zu ermöglichen.

(Anmerkung Gigaherz: Helwan-Universität sollte sich mit einem solchen Dozenten vielleicht besser Hellwahn-Universität nennen.)

100'000 Franken habe Karim bisher selber freiwillig in das "Projekt Schweiz" investiert, lamentiert FACTS, und nun wolle sich Swisscom und Ombudsstelle Forster davonstehlen und keine Entschädigungen an Karim bezahlen und schon gar nicht weitere 300'000 Franken für weitere gute Taten investieren.
100'000 Franken Honorar für 2 Reisen in die Schweiz und das Anleimen von zwei Duzend Plexiglasfigürchen und Stuhlbeinchen. Ein wahrhaft fürstliches Honorar.

Insider aus Hemberg wissen jedoch zu berichten, dass der gute Mann aus dem Morgenland doch einiges mehr als das für ihre geplagte Bevölkerung getan habe. Denn die Harmonisierungswirkung der Figürchen lasse ohne ständige Fernbehandlung aus Aegypten stetig nach. Besonders damals, als Funkwagen der Schweizer Armee und tieffliegende Militärflugzeuge die Harmonisierung gestört und teilweise zerstört habe, seien intensive Fernbehandlungen notwendig gewesen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Wie "rechtfertigt" Swisscom die Beendigung der Zusammenarbeit mit Ibrahim Karim?
Nach Recherche von FACTS soll Claud Georges, Geschaftsführer der SICTA (Zusammenschluss der Schweizer Mobilfunkbetreiber) sich dahingehend geäussert haben, dass man nicht für Probleme aufkommen wolle die andere verursachen. 90% der Strahlenbelastung von Hemberg würden nicht durch Mobilfunk, sondern durch Erdstrahlung und Elektroinstallationen verursacht.

Vielfach wird auch noch angefügt, die Radio und TV-Sender Säntis und Hoher-Kasten würden Hemberg weit mehr belasten. Auch hier kann Gigaherz mit Messresultaten helfen.

Am 5.8.03 betrug die Strahlungsstärke im Dorfzentrum von Hemberg verursacht durch TV-Sender 0.01mW/m2, entsprechend 0.06V/m

Am 5.8.03 betrug die Strahlungsstärke im Dorfzentrum von Hemberg verursacht durch UKW-Sender 0.05mW/m2, entsprechend 0.14V/m

Am 5.8.03 betrug die Strahlungsstärke im Dorfzentrum von Hemberg verursacht durch den Mobilfunksender im Kirchturm 61mW/m2, entsprechend 4.8V/m

Gemessen wurde mit dem Spektrum-Analysatot FSH-3 von Rhode und Schwarz sowie mit den kalibrierten Messantennen USLP 9143 und EFS 9218 von Schwarzbeck. Bleibt nur noch zu hoffen, dass SICTA-Cef und Ombudsstelle Forster bald einen Wiederholungskurs im Prozentrechnen belegen.

FAZIT:
Einmal mehr sollte das Schweizervolk für dumm verkauft werden und anstatt mit tieferen Grenzwerten, mit ägyptischen Zaubertricks beglückt werden. Dies von einer der höchsten Schweizer Politikerinnen, sowie von einem Swisscom-Boss und letztendlich sogar vom BAKOM. Der Schuss ist nicht zuletzt dank der Aufmerksamkeit von Gigaherz-Leuten hinten hinaus losgegangen.
Swisscom und die Ombudsstelle der Mobilfunkbetreiber wissen nun ganz genau, dass Gigaherz solchen Scharlatanerien immer dicht auf den Fersen ist und hüten sich wohlweislich, Geld in weitere solche "Projekte" zu stecken. Ganz abgesehen davon, dass die Schweizer Mobilfunkbetreiber kaum die Einstellwinkel von 20'000 Antennen ändern möchten.
Tragisch an der Geschichte ist ferner, dass sich ein bekannter Schweizer "Baubiologe" bereits vertraglich eine Generalvertretung für Karims Wunderfiguren gesichert haben soll. Kein Wunder bei diesen Wundergagen.
Aufgegeben haben die Schweizer Jünger Karims keineswegs. Die Sache ist zu lukrativ! Sie wollen am 18 Juni in Hemberg nochmals zusammenkommen und weitere Beratungen über die "Harmonisierung der Schweiz" führen. Eine umfangreiche Presseorientierung sei vorgesehen, hiess es. Nun ja, Lachen wirkt bekanntlich immer harmonisierend!

Die unglaubliche Vorgeschichten dazu unter:

Das Komplott von Hemberg (unter Historisches)

Scharlatane im Anmarsch auf die Ostschweiz (unter WHO/ICNIRP/CH-Behörden)

Neues aus Hemberg: Mit Schwindel, Mobbing und Gesinnungsterror in den Ständerat? (unter Aufrufe und Aktionen)

Pressemitteilung vom 22.10.03 im Fall Hemberg (unter Aufrufe und Aktionen)

Hemberg: Die Schmierenkomödie geht weiter (unter Historisches)

Das strahlungsarm geschaltete Hemberg wird jetzt vermarktet (unter Historisches)

Wird Ombudsfrau Erika Forster von ihren eigenen "Experten" über den Tisch gezogen? (unter Recht oder Unrecht)

Keine Ruhe in Hemberg (unter WHO/ICNIRP/CH-Behörden))

Hochkonjunktur für Strahlenharmonisier (unter Historisches)

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