|
||||
|
|
||||
Scharlatane im Anmarsch auf die OstschweizRedaktion Gigaherz, 20.9.03 Die Idee der von den Mobilfunkbetreibern engagierten Ombudsfrau, Ständerätin Erika Forster, den ägyptischen Zauberer, Hypnotiseur und Scharlatan, Dr. Ibrahim Karim nach Hemberg SG zu holen, um dort die gesundheitlichen Probleme infolge Mobilfunkantenne im Kirchturm zu lösen, zeigt Folgen. Schwarzenburg, 13. September 2003 Zu den Vorgängen in Hemberg Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger In ihrer Not wandten sich die Hemberger daraufhin an die FDP Ständerätin und Ombudsfrau der Mobilfunkbetreiber, Frau Erika Forster. Frau Forster ist sodann mit dem ägyptischen Dr. Ibrahim Karim nach Hemberg gereist, wo dieser versprochen hat, aus dem verstrahlten Hemberg einen Höhenkurort zu machen. Wichtig: Es wurde damit ganz offiziell zugegeben, dass der Ort verstrahlt ist. Dr. Karim hat in den Häusern und im Kirchturm sog. biogeometrische Figuren aus Plexiglas und Holz angebracht und den Leuten als Amulett zurück gelassen, mit denen er die negative Strahlung in positive Energie umwandeln will. Ein Urteil über dieses Vorgehen, das nicht anders als Scharlatanerie zu bezeichnen ist, mögen Sie sich bitte selbst bilden. Noch viel weniger aber können wir das Vorgehen der Ombudsstelle, die Frau Forster führt, verstehen, denn damit begibt sie sich nicht nur selbst aufs Glatteis. Als Politikerin erweckt sie auch beim Volk den Anschein, der Bundesrat und die Bundesämter wären mit diesem Vorgehen einverstanden. Das aber können wir uns, ehrlich gesagt, nicht vorstellen. Prompt treten bereits andere Scharlatane in der Ostschweiz auf und wollen dem Volk ähnliche Plexiglasfiguren wie diejenigen des Dr. Karim, zum Schutz vor Elektrosmog verkaufen, denn sie wittern das Geschäft. Beim Volk lassen sie den Eindruck entstehen, dass schliesslich die Ständerätin Erika Forster, die das Ganze initiiert hat, dahinter steht, mit dem Hinweis, als Politikerin unterstünde sie direkt dem Bundesrat und mit dessen Wissen sei die Sache deshalb rechtens. Sehr geehrter Herr Bundesrat, wir können uns wirklich nicht vorstellen, dass Sie zu diesem handfesten Skandal, über den man sich bereits im Ausland amüsiert, nichts zu sagen haben und es einfach unwidersprochen stehen lassen, dass man mit Plexiglasfiguren die Menschen vom Mobilfunksmog befreien kann. Wir sind im Gegenteil der Ansicht, dass aus Ihrem Departement schnellstens ein klärendes Wort fällig ist, um den ganzen Unfug so rasch wie möglich abzustellen. Sollte von Ihnen keine Erklärung folgen, und zwar so, dass Ihr Standpunkt eindeutig und überall erkennbar ist, so könnten Sie einige Probleme bekommen: Die Menschen werden darauf pochen, dass In diesem Zusammenhang ist sehr wichtig, dass die Swisscom - bewiesen durch Messungen (mit eindeutigen Resultaten) vor und nach dem Erscheinen von Dr. Karim und dem Anbringen der Zeichen - völlig unakzeptabel die Sendeleistung manipuliert hat, um dem Volk deren Wirksamkeit zu suggerieren. Wir erlauben uns zuletzt die sicher berechtigten Fragen: Mit freundlichen Grüssen Hans-U.Jakob (Präsident) und Evi Gaigg (Sekretariat) Kopien an: Direktor Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL und Direktor Bundesamt für Gesundheit BAG Und zum Schluss noch ein Zitat von Hansjörg Znoj, Assistenzprofessor an der Uni Bern, Forscher für Psychotherapie: Die Vorgeschichte dazu finden Sie unter Das Komplott von Hemberg (unter Historisches. Achtung lange Ladezeit wegen vielen Bildern) Zurück |
||||