Swisscom Gesundbeter hält die Schweizer Aerzteschaft zum Narren

Gesundheit und Leben
Posted by Administrator (admin) on 01.01.1970
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Swisscom-Gesundbeter hält die Schweizer Ärzteschaft zum Narren

Die Schweizer Ärztezeitung vom 25.2.04 stellt dem bei Swisscom unter Vertrag stehenden ehemaligen Werksarzt einer deutschen Omnibusfabrik volle 11 Seiten zum Herunterspielen der Schädlichkeit von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern zur Verfügung. Auch wenn hier seit langem sattsam bekannte, zum Teil schon recht verstaubte Desinformationen der Mobilfunkbetreiber in eine neue, exzellent gehobene, vornehme Sprache gesetzt werden, wie es sich für Akademiker schliesslich gehört, werden diese dadurch nicht wahrer. Da helfen auch die schönsten Farbgrafiken nicht weiter, wenn diese mit irreführenden Texten und falschen Schlussfolgerungen versehen werden.

von Hans-U. Jakob, 8.4.04

Was macht ein Werksarzt? Er wird von Grossunternehmungen dazu angestellt, Schadenersatzforderungen von im Beruf Verunfallten, Erkrankten an die Unternehmung, bei welcher er angestellt ist oder von deren Hinterbliebenen, möglichst abzuwehren, genauso, wie dies auch Versicherungsärzte in aller Regel tun. Wer schon einmal in seinem Leben mit der Arroganz und Kaltschnäuzigkeit der SUVA-Ärzte (SUVA=staatliche Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) zu tun hatte, kann ein Lied davon singen. Werks- und Versicherungsärzte, welche über langjährige Erfahrung im Abwimmeln verfügen, leiden deshalb oft an einer gewissen Neurose. Das heisst, sie beginnen vielfach, ihre mühsam aufgebauten Taktiken soweit zu kultivieren, dass sie schlussendlich selbst daran glauben.

In Prof. Dr. Reinhold Berz hat nun die Swisscom den idealen Abstreiter der gesundheitlichen Folgen des von ihr verursachten hochfrequenten Elektrosmogs gefunden. Nach Recherchen von Gigaherz war Prof. Dr. Reinhold Berz 20 Jahre Werksarzt in der Omnibusfabrik Kässbohrer in Ulm. Nach seinen Angaben soll er hier Erfahrungen mit Hochfrequenz-Schweissern gesammelt haben. Das Dumme ist nur, dass in Karosseriewerken vorwiegend Punktschweissmaschinen im Einsatz sind, welche mit Hochfrequenz nichts zu tun haben. Was Gigaherz nicht herausgefunden hat, ist Ort und Zeit, wo und wann Reinhold Berz an einer Hochschule einen Lehrstuhl innehatte und ob er den Professorentitel zu Recht führt. Weitere Recherchen darüber überlässt Gigaherz gerne der Staatsanwaltschaft.

Als die Omnibusfabrik Kässbohrer von Daimler-Benz übernommen wurde, passte Prof. Dr. Reinhold Berz anscheinend nicht mehr so ganz zu deren Leitbild. Ein grösserer Glücksfall hätte der Swisscom gar nicht widerfahren können. Sie nahm den erfahrenen Abwimmler von Ansprüchen erkrankter oder verunfallter Mitarbeiter als Publizisten und medizinischen Berater sogleich unter Vertrag.

Leider hat die Schweizer Ärztezeitung in ihrer Ausgabe vom 25.2.04 der Swisscom 11 volle Seiten eingeräumt, um die Berz'schen Ansichten über hochfrequente elektromagnetische Felder in epischer Breite darzulegen, leider ohne sich vorher bei Fachleuten von deren Wahrheitsgehalt zu überzeugen. Unter dem Titel "Mobilfunk und Gesundheit zwischen Evidenz und Emotionen" darf Prof. Dr. Berz ein wahres Sammelsurium von Unwahrheiten, Halbwahrheiten, Weglassungen und Verdrehungen dem geduldigen Papier anvertrauen.

Gleich zu Beginn macht Prof. Berz die Schweizer Ärzte mit der grössten aller Mobilfunker-Lügen bekannt, nämlich dass es ausser den thermischen Wirkungen (Verbrennungen) keine anderen Effekte gebe und dass nichtthermische (biologische) Wirkungen als nicht vorhanden zu gelten hätten, solange andere Forschergruppen nicht zu gegenteiligen Ergebnissen kämen. Diese anderen Forschergruppen, die seit 1974 laufend zu anderen Erkenntnissen kommen, existieren für Prof. Berz schlicht und einfach nicht. Und für ein vertieftes Studium empfiehlt Prof. Dr. Reinhold Berz den Schweizer Ärzten gleich sein eigenes Buch!


Bild 1: Von der Mobilfunklobby und dem von ihr am Gängelband geführten Teil der Wissenschaft werden alle nicht-thermischen Wirkungen elektromagnetischer Hochfrequenzstrahlung bestritten. Dass diese ausser Wärmewirkungen für das menschliche Gehirn weitaus schlimmere Folgen haben können, zeigt diese Versuchsanordnung im Gigaherz-Labor. Der menschliche Schädelknochen mag die an der Handyantenne gemessene Strahlung von 120V/m nur gerade auf 92V/m abzudämpfen, bis diese auf der Gehirnoberfläche ankommt und dort ein echtes Strahlengewitter verursacht.


Gepulste Strahlung, so Berz, stehe zum Beispiel bei der TV-Übertragung seit Jahren im Dienst und stelle gar nicht etwa ein Novum dar. Und TV-Strahlung belaste die Menschheit weitaus stärker als Mobilfunkstrahlung. Zur Untermauerung dieser unhaltbaren Theorie zeigt er gleich 2 Spektrumanalysen von 30 Megahertz bis 2 Gigahertz im Bild. Was Berz aber unterschlägt, ist, dass es über diesen riesigen Frequenzbereich gar keine linearen Messantennen gibt und dass deshalb auf seiner Grafik die Mobilfunkstrahlung in Wirklichkeit um mindestens Faktor 100 höher als die hervorgehobene UKW-Strahlung und um mindestens Faktor 10 höher als die hervorgehobene TV-Strahlung ist. Je hochfrequenter nämlich eine Strahlung ist, umso höher fällt die Dämpfung durch die Messantenne und das Messkabel ins Gewicht.
Die Berz'sche Darstellung ist also als Schlitzohrigkeit pur zu bewerten. In Tat und Wahrheit wird der Schweizer Luftraum in bewohnten Gebieten nur zu etwa 5 % von Radio und TV belastet. Der Rest ist Mobilfunk. Die geringste von unserem Messteam gefundene Menge an Radio und TV-Strahlung betrug in besiedelten Gebieten 0.5% und die höchste 10%. Alles andere ist schlicht und einfach erlogen und falsch zusammenkonstruiert.

Diese geringe TV- und Radiostrahlung kommt daher, dass Radio und TV-Sender weitab von Siedlungsgebieten auf Bergen und Hügeln stehen, während Mobilfunksender pikanterweise mitten in Wohnquartiere und Dörfer hineingestellt werden, wo diese infolge der fehlenden Distanz eine absolut dominante Stellung einnehmen. Was der Herr Professor zudem verschweigt ist, dass TV-Strahlung eine völlig andere Pulsdynamik und ein völlig andere Pulsfrequenz aufweist.
Wir sind gerne bereit, vor dem Richter den Wahrheitsbeweis zu unseren Zahlen anzutreten.

Nach Prof Dr. Reinhold Berz treten Resonanzphänomene bei ½ Wellenlänge auf und wirken deshalb beim Mobilfunk nur bei Körperlängen von 8 und 16 cm. Das ist wiederum grundfalsch. Die höchste Resonanz tritt bei ¼ Wellenläge auf. Also bei 4 und 8 cm.

Tierversuche mit Ratten und Mäusen werfen deshalb nicht zusätzliche Probleme auf, wie Berz behauptet, sondern passen sehr genau auf 4 cm (Mäuse) und 8 cm (Ratten).
Einmal mehr kommt Berz auch hier mit der Irrmeinung, die Wirkung bestehe nur aus Erwärmung von Gewebe. Da der Mensch im Kopfbereich, im Genitalbereich und an den Händen jede Menge von 4- und 8 cm-Nervensträngen hat, die sehr gute elektrische Leiter sind, besitzt der Mensch jede Menge idealer Mobilfunk-Antennen, die dann die empfangenen Störsignale mit Leichtigkeit in jedes beliebige Organ weiterleiten und nicht nach wenigen Millimetern unter der Haut abgeklungen sind, wie Berz behauptet.

Während weltweit kein einziger Wissenschafter eine Formel für die Umrechnung der Wärmewerte im Menschen von Watt pro kg Körpergewicht, (SAR-Werte) in die E-Feldstärke in der Luft angeben kann, schafft Berz das mit Leichtigkeit. Da, wo die Wärmewirkung kritisch werde, betrage die E-Feldstärke etwa 2000 Volt proMeter.
Das ist natürlich einmal mehr purer Unsinn. Von Messungen in sehr starken Feldern, wie seinerzeit beim Kurzwellensender Schwarzenburg, wissen wir Messtechniker/Innen von Gigaherz ganz genau, dass bei 60V/m bereits leichte Hautrötungen und bei 120V/m mittelschwere Verbrennungen auftreten oder sogar der Herztod eintreten kann. Trotzdem behauptet Berz, gemeinsam mit der SUVA, 120V/m seien in der Arbeitsmedizin zumutbar. Arme Patienten, die an solche Todesengel geraten!

Der Schweizer Immissionsgrenzwert von 40 resp 60V/m sieht in der Grafik von Prof. Dr. Berz mit seinen 2000V/m geradezu lächerlich aus. Noch lächerlicher macht sich der Professor über die Schweizer mit ihren Vorsorgewerten von 4 resp. 6V/m. Allen Berzschen Trabanten dürfte das Lachen aber vergehen, wenn man ihnen die neuesten Zahlen der Landessanitätsdirektion Salzburg gegenüberstellt, die bei Schweizer Werten von 4 bis 6 V/m bereits mit 19% erkrankten Menschen rechnen und deshalb Vorsorgewerte von 0.02V/m für Innen- und und 0.06V/m für Aussenräume vorschlagen.

Zwischen den von Prof. Berz vorgeschlagenen Grenzwerten von 120V/m und den neuen Salzburger Werten von 0.02V/m resp. 0.06V/m liegen tatsächlich mehrere Welten. Berz wird von kritischen Messtechnikern deshalb zu Recht als "Ausserirdischer" bezeichnet.

Dass die Schweizer Werte von 4-6V/m nur für Innenräume gelten, verdreht der Professor ebenso arglistig, indem er behauptet, Zitat: "Selbst diese Anlagewerte werden je nach Topographie und Entfernung zu Senderichtungen weit unterschritten. Innerhalb von Wohnungen kommt noch die Gebäudedämpfung hinzu, abhängig von den Baumaterialien." Ende Zitat.
Damit suggeriert Berz den Schweizer Ärzten, es handle sich bei diesen 4-6V/m um Aussenwerte. Was mitnichten zutrifft. Denn Schlafzimmer, Wohnzimmer, Schulzimmer, Krankenzimmer usw., für welche diese Werte ausschliesslich Gültigkeit haben, befinden sich ja bekannterweise in unseren Breitengraden nicht im Freien.
Und selbstverständlich verschweigt Berz auch, dass bei Schweizer Aussenwerten von 40-60V/m die Schweizer Innenwerte von 4-6V/m automatisch, ohne jedes Dazutun von Behörden oder Mobilfunkbetreibern erreicht werden. Sei es eben durch die von ihn selbst beschriebene Gebäudedämpfung oder durch Abweichung von der Senderichtung. Es ist also grober Unfug, die Schweizer Innengrenzwerte den europäischen Aussengrenzwerten gleichzusetzen.
Die Quintessenz davon ist, dass die Schweizer gegenüber ihren Mitmenschen im übrigen Europa keinerlei besseren Schutz geniessen.


Bild 2: Ein Monteur im Strahlenschutzanzug im Aufstieg zu den Yagi-Antennen eines Privatradiosenders. Diese Antennen strahlen rund 10 mal schwächer als eine Mobilfunkantenne. Trotzdem trägt der Monteur einen Schutzanzug. Prof. Dr. Berz empfiehlt den Monteuren, dies nicht zu tun...........


Geradezu grobfahrlässig springt Berz mit dem Leben von Antennenmonteuren um, indem er behauptet, eine Mobilfunkantenne, der 20Watt zugeführt werde, könne auch nicht mehr als 20 Watt abstrahlen und die Leute könnten jederzeit ohne Schutzanzug vor im Betrieb stehenden Mobilfunkantennen arbeiten.
Hier lügt Berz nun ganz gezielt und ganz bewusst. Denn wenn er tatsächlich Arzt ist, was wir gar nicht etwa bezweifeln wollen, muss er vom Laser-Operationsbesteck her wissen, dass man mit 20Watt ungeheure Energien erzeugen kann, wenn man diese auf einen Punkt fokussiert. Es steht ja schon auf jeder Gebrauchsanweisung zu einem Laser-Pointer, jenem Miniatur-Zeigegerät für Dia-Vorträge dass man trotz der geringen Energie einer 1.5V-Taschenlampenbatterie den Zuschauern nicht in die Augen leuchten dürfe, da diese sonst einen bleibenden Schaden erleiden könnten.

Ebendasselbe geschieht in einer Mobilfunk-Sendeantenne. Mittels eines ausgeklügelten Reflektors werden aus 20Watt zugeführter Leistung deren 1200 gemacht, falls man dessen ganze Energie in einen nach oben, nach unten und nach der Seite hin in einen sehr schmalen Sektor wirft, statt kugelförmig abzustrahlen.
Viele Sektorantennen haben tatsächlich nur 20 Watt Eingangsleistung. In der Regel sind pro Mast jedoch mindestens 2 Sektorantennen übereinander montiert. Das macht schon einmal 40 Watt Eingangsleistung pro Richtung. Kommt dazu ein Antennengewinn von Faktor 60. Macht 60 mal 40Watt, das wären dann 2400 Watt ERP in einer einzigen Richtung. Normalerweise wird auf einem Sendemast, immer um 120° verschoben, in 3 Richtungen gestrahlt.

Was Laien mit Fokussiereffekt bezeichnen, nennt der Fachmann Antennengewinn.
Wenn nun die aus den Antennen austretende Leistung plötzlich 1200 Watt ERP statt 20Watt beträgt, wurde da nicht etwa das Perpetuum Mobile erfunden, sondern der Reflektor. Und dank oder wegen dieses Reflektors entspricht die auf den Zielpunkt A in der Hauptstrahlrichtung gerichtete Leistung nicht mehr einer Sendeleistung von 20 Watt, sondern einer solchen von 1200Watt ERP. Voraussetzung dazu ist, dass die Antennen zum Zeitpunkt der Betrachtung voll ausgelastet sind. Auf diesem Volllastbetrieb und auf dem Begriff ERP beruht denn in der Schweiz auch das Baubewilligungsverfahren.

Der Begriff "ERP" ist folgendermassen zu verstehen und am besten mit der Ausbreitung von Licht erklärbar.
Wäre der Sender ein Rundumstrahler mit kugelförmiger Abstrahlung, müsste, um am Zielpunkt A eine Lichtstärke von beispielsweise 400Lux zu erzeugen, mit einer Glühlampe von 2400Watt gestrahlt werden.
Nun kann man aber statt einer 2400Watt Glühlampe eine solche von 40Watt nehmen, diese mit einem ausgeklügelten, das heisst exzellent ausgespiegelten Reflektor versehen und erzielt damit am Zielpunkt A in der Hauptstrahlrichtung genau die gleiche Lichtstärke wie mit einer 2400Watt Lampe, die im freien Raum hängt und kugelförmig abstrahlt. In unserem Beispiel also wiederum 400Lux.

Das Prinzip ist vom Autoscheinwerfer her bestens bekannt. Hier wird mit einer 60Watt-Lampe mit Reflektor, vorne auf der Strasse dieselbe Lichtstärke erreicht, wie mit einer rundum strahlenden Glühbirne von 1200Watt auf dem Autodach. Ebenso interessiert uns beim Mobilfunk lediglich die Intensität, mit welcher der Zielpunkt A in der Hauptstrahlrichtung angestrahlt wird, und bei diesem herrscht in unseren Beispielen so oder so eine Lichtstärke von 400Lux.

Der Herr Professor sollte sofort aufhören, von 20Watt Leistung zu sprechen. Die Intensität entspricht ganz klar derjenigen eines 1200Watt- resp 2400Watt- Senders, falls 2 Antennen übereinander montiert sind. Man spricht hier von Watt ERP oder equivalent radiated power. Das heisst zu Deutsch äquivalent abgestrahlte Leistung. Und abgestrahlt wird von einer Sektorantenne weg, weil sich dahinter ein ausgeklügelter Reflektor befindet, also kommen dort pro Antenne ganze 1200Watt ERP raus und nicht 20Watt.

Um die Strahlungsintensität zu berechnen oder auch zu messen, ist nur die äquivalent abgestrahlte Leistung massgebend. Was der Antenne zugeführt wird, ist uns und den Bestrahlten absolut egal. Denn für alle Auswirkungen am bestrahlten Ort, darunter fallen auch die Gesundheitsschäden, ist ausschliesslich die äquivalent abgestrahlte Leistung massgebend, sonst gar nix.
Das ist von der Physik und von den Gesetzgebern aller Länder dieser Erde so bestimmt und kann selbst von einem Professor der Thermographie nicht ausser Kraft gesetzt werden. Ebenso beweisen ausnahmslos alle Messresultate, vor gerichteten Antennen erfasst, die abgestrahlte und nie die zugeführte Leistung. Es handelt sich also nicht um einen Rechentrick, wie Sie, Herr Professor in Ihrer völligen Inkompetenz behaupten, sondern um physikalisch absolut messbare und beweisbare Resultate.

Herr Professor Doktor Berz, hören Sie bitte auf, diesen Unsinn, zugeführte Leistung sei gleich abgestrahlter Leistung, zu verbreiten. Selbst wenn dieser Unfug von der Schweizer Ärztezeitung infolge mangelnder einschlägiger Fachkenntnis übernommen wurde, wird er nicht wahrer.
Zum Glück sind da die Antennenmonteure etwas klüger. Die lassen sich ihre Hirne, Augen, Därme und Fortpflanzungsorgane nicht mit 2400Watt Mikrowellen braten, sondern schalten die Antennen ab, bevor sie auf Masten oder Dächer steigen. Lässt sich eine Ausschaltung einmal nicht vermeiden, etwa bei Radio- oder TV-Sendeantennen, müssen Schutzanzüge getragen werden. Es exisistieren in Deutschland sogar amtliche Vorschriften der Strahlenschutzbehörden, einen solchen Schutzanzug bei Arbeiten an eingeschalteten Antennen zu tragen.

Ihre Aufforderung, Herr Berz, dies nicht zu tun, ist nicht nur fahrlässig sondern geradezu kriminell und wäre eigentlich ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

Eigentlich könnten wir hier den Schlusspunkt setzen, wenn Sie nicht noch mit völlig falschen Angaben zu der Pulsierung der Mobilfunkstrahlung kommen würden.
Auch mit grafisch und farblich schön dargestellten Bildern lässt sich allerlei Unfug treiben, wie Ihr Beispiel in der Ärztezeitung zeigt. Mehrmals behaupten Sie, Mobilfunkstrahlung sei mit 217Hz gepulst. Das stimmt, falls nur 1 Handy pro Sender bedient werden muss, sind es 2, beträgt die Pulsfrequenz asymmetrisch (galoppierend) 434Hz, sind es 3 ist die Pulsfrequenz 651 Hz usw. Bis hin zu 8 Handys, sind es dann 1.74kHz. Wovon Sie als Wärmetechniker natürlich keine Ahnung haben, ist, dass dieses Frequenzmuster unser Nervensystem immens stört und irritiert, weil dieses auf ebendenselben Pulsfrequenzen arbeiten möchte. Mit der ausdrücklichen Betonung auf "möchte", wenn dieser verd.... Mobilfunk nicht dauernd dazwischen funken würde.

Weiter behaupten Sie, dass die neuen UMTS-Sender ungepulst und viel schwächer senden würden. Das ist die letzte Lüge, die wir ihnen hier nachweisen wollen. UMTS-Strahlung ist nämlich, was jedem, der von digitaler Datenübertragung etwas versteht, geläufig ist und was zu den Grundkenntnissen überhaupt gehört, gleich 3fach gepulst. Nämlich mit einem Telegrammpuls, einem Wortpuls und einem Bitpuls. Alles schön unregelmässig und in einem wahren Trommelfeuer auf die Trägerfrequenz von 2 bis 3 Gigahertz aufgeklotzt. Die Messtechnik, um dies aufzuzeigen, kostet mehrere Hunderttausend und ist für kritische Geister kaum zu beschaffen. Deshalb wird von der Mobilfunklobby und ihren Kollaborateuren immer wieder versucht, diese Strahlung als harmloses breitbandiges Rauschen zu verkaufen. Aber aufgepasst, wir sind euch auf den Fersen und schon sehr bald in der Lage euren Schwindel auch hier aufzudecken.

Zu den medizinischen Folgen, die Prof. Dr. Berz beschreibt, möchten wir uns nicht äussern. Vorsichtshalber haben Sie, Herr Professor, diesen Teil in der Schweizer Ärztezeitung gleich in Englisch publiziert, wohl in der Hoffnung, dass wir Messfachleute diese dann noch weniger verstehen mögen. Sie täuschen sich gewaltig...... Fortsetzung folgt........ Wir wollen es nämlich genau wissen. ob Sie hier mit derselben Inkompetenz publizieren wie unter den technischen Aspekten.

Mit einem Seitenhieb versucht Prof. Dr. Berz auch noch die gescheiterte Volksinitiative 2002/2003 für ein Antennenmoratorium zu verunglimpfen. Der Ruf nach tieferen Grenzwerten sei in der Schweiz nach der Publikation der Studien von Leif Salford (SE) über die Öffnung der Blut-Hirnschranke bei Mobilfunk-Bestrahlung laut geworden, und von den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz mitgetragen worden meint Berz. Das sind weitere 2 grobe Unwahrheiten. Nachdem es nämlich der Mobilfunklobby gelungen war, das Initiativkommitee soweit zu unterwandern, dass dieses eine Forderung nach tieferen Grenzwerten absetzte, zogen sich alle namhaften Organisationen, welche dem Volksbegehren zum Durchbruch hätte verhelfen können, von der Unterschriftensammlung zurück. Denn ein blosses Moratorium, (Baustopp für weitere Antennen) wäre nach der bekannter Schweizer Parlamentarier-Trölerei im allerbesten Fall 9 Jahre nach Beginn der Sammlung wirksam geworden. Zu einem Zeitpunkt also, zu welchem die Mobilfunker ihre Netze längst fertiggestellt gehabt hätten.

Zusammenfassung:
In der Schweizer Ärztezeitung versucht ein Prof Dr. Reinhold Berz der Schweizer Ärzteschaft Folgendes zu suggerieren:

A) Nichtionisierende Strahlung (elektromagnetische Felder) erzeugen ausschliesslich nur thermische Wirkungen.

B) Die Belastung des Schweizer Luftraums durch Radio und TV-Sender ist wesentlich höher als die Belastung durch den Mobilfunk.

C) Resonanzphänomene an Ratten und Mäusen lassen sich nicht auf Menschen übertragen.

D) Grenzwerte von 120V/m schützen die Menschheit genügend.

E) Schweizer Grenzwerte sind lächerlich tief angesetzt.

F) Die abgegebene Leistung einer Mobilfunkantenne ist nicht höher als 20 Watt.

Antworten in Kurzform:
A) Unabhängige, nicht von der Industrie bezahlte Forschungsergebnisse im nichtthermischen Bereich, zum Beispiel über das Öffnen der Bluhirnschranke, gibt es seit 1974 (Siehe US Environmental Protection Agency EPA-600/8-83-026F 09-84)

B) Die Belastung des Schweizer Luftraums durch Radio und TV-Sender liegt in bewohnten Gebieten zwischen 0.5 und 10%. Im Schnitt also bei 5% Der Rest stammt vom Mobilfunk.

C) Resonanzphänomene an Ratten und Mäusen lassen sich sehr gut auf Menschen übertragen. Menschen haben zahlreiche Nervenstränge, die der Länge von Ratten und Mäusen entsprechen. Zum Beispiel im Kopf und im Genitalbereich sowie an den Händen.

D) Grenzwerte von 120V/m stammen von einem andern Planeten. Die Landessanitätsdirektiom Salzburg empfiehlt solche von 0.02V/m für Innenräume und 0.06V/m für Aussenräume.

E) Die Schweizer geniessen gegenüber ihren europäischen Mitmenschen keinerlei besseren Schutz. Die nochmals um Faktor 10 reduzierten Schweizer Innenraum-Grenzwerte werden im Innern von Gebäuden als Folge der Gebäudedämpfung und der Abweichung aus der Senderichtung automatisch, ohne jedes Dazutun der Mobilfunkbetreiber erreicht.

F) Die abgegebene Leistung einer Mobilfunkantenne ist um den Antennengewinn (Faktor 60) höher als die aufgenommene. Eine der Sektorantenne zugeführte Leistung von 20Watt bedeutet 1200Watt ERP in der Hauptstrahlrichtung. Für Schäden ist nur der ERP (Equivalent Radiated Power) massgebend. Und nur diese messbare Grösse wird von allen Gesetzgebern der Erde herangezogen.

Der Schlusspunkt
Fragen oder Kommentare zum Berz-Artikel in der Ärztezeitung können an das gigaherz-Forum gerichtet werden.
Weil sich zur Zeit mit Desinformationen zum Thema Pro-Mobilfunk sehr viel Geld verdienen lässt, besitzt dieses Forum jedoch ein Eingangsfilter. Damit können im Auftrag der Mobilfunklobby arbeitende Psychoterroristen, Desinformanten und Berufslügner ferngehalten werden. Falls diese der Meinung sind, dass unsere Veröffentlichungen nicht den Tatsachen entsprechen, mögen sie bitte an folgender Adresse gelangen und gegen uns Strafantrag stellen:

Gerichtskreis VIII
Bern-Laupen-Schwarzenburg
Hodlerstrasse 7
3011 Bern

Wir freuen uns auf eine rassige Schlittenfahrt mit ihnen.



Bild 3: Hans-U.Jakob, der Verfasser dieses Berichtes führte während 23 Jahren erfolgreich ein eigenes Ingenieurbüro für Steuerungs- und Regelungstechnik. Er ist seit 1987 stark in der Aufdeckung von Skandalen auf dem Gebiet der nichtionisierenden Strahlung involviert und seit Mitte 2003 vollamtlich als Ratgeber, Messtechniker und Publizist bei Gigaherz.ch tätig.
Er lebt zeitweise recht gefährlich. Einem versuchten Mordanschlag (Auftragsmord)im Herbst 1991 ist er nur knapp entgangen. Alle Akten sind noch vorhanden und einsehbar. Die Untersuchung wurde auf "höheren Befehl" verschleppt und dann eingestellt und im Sommer 1999 folgte während einer seiner Vortragstourneen ein ebenfalls erfolgloser Entführungsversuch.........


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