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Roter Teppich für Gigaherz in Liestal?Die Bau und Umweltschutzdirektorin des Kantons Basel-Land, Frau Regierungsrätin Elisabeth Schneider-Kenel droht Gigaherz mit "angemessenen Massnahmen" (?), falls die Kritik an den Schweizer Grenzwerten und den Vollzugsbeamten ihres Lufthygieneamtes nicht aufhöre. Kolumne vom 3.6.04 Nachfolgendes soll so aufgefasst werden, wie es gemeint ist: als eine Satire auf die Zustände in den Amtsstuben, wo man nicht viel weiss, aber viel und leider folgenschwer entscheidet. Jedoch groteske Situationen, wie zum Beispiel diese, fordern uns heraus, ein paar Worte wider den tierischen Ernst zu verlieren. In der Basler Zeitung vom 23.4.04 gab Frau Schneider-Kenel einmal mehr das Märchen von den 10 mal besseren Grenzwerten der Schweiz gegenüber dem übrigen Europa zum Besten. Gigaherz schrieb ihr darauf: Die Mitglieder unseres Vereins und zahllose Betroffene aus uns angeschlossenen Gruppen, auch jene aus Basel, sind schon lange informiert, mit welchen Falschinformationen das Volk hinters Licht geführt werden soll. Nehmen Sie aber bitte zur Kenntnis, dass man die Menschen nur so lange hinters Licht führen kann, bis es ihnen aufgegangen ist. Dies ist längst geschehen. Es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, wie lange sich diese das Vorgehen der Behörden noch gefallen lassen werden. Es ist grotesk, dass gerade die Stellen, die für die Bewilligung von Bauvorhaben zuständig sind, wie in diesem Falle Sie, am allerwenigsten informiert sind. Dem Brief lagen folgende Ausdrucke über Schweizer Grenzwerte aus unserer Internetseite bei: Beitrag Nr.429 (aus unserem Archiv) Nun, immerhin hat die Bau- und Umweltdirektorin in ihrer Antwort vom 19.5.05 doch noch herausgefunden, dass Luxemburg, Italien, Polen, Slowenien und China ebenfalls als Anwärter für die vorsorglichsten Grenzwerte in Europa in Frage kommen könnten. Jetzt wissen wir wenigstens wo dieses verflixte China zu suchen ist. Das hat sie aber nicht daran gehindert, den Gigaherzlichen zu drohen: Was ich nicht tolerieren kann, ist, dass Sie mir und meinen Mitarbeitern unlauteres Verhalten unterstellen oder ehrverletzende Behauptungen streuen. Wir werden uns im Wiederholungsfall vorbehalten, die uns angemessenen Massnahmen zu ergreifen. Aber, aber Frau Regierungsrätin! Was ist Ihnen denn da in den falschen Hals geraten? Etwa dass wir in Basel einige Messungen des Lufthygieneamtes nachgemessen und als falsch deklariert haben? Wir messen halt schon 15 Jahre länger als Ihre Helfer und verfügen erst noch über wesentlich bessere Instrumente. Und was meinen Sie mit angemessenen Massnahmen ergreifen? Vielleicht können Sie Kriegsminister und Bundesrat Samuel Schmid einen Dauerauftrag für seine Drohnen (unbemannte Aufklärungsflugzeuge) erteilen, die erst kürzlich zwei Kiffer an einem Waldrand gefilmt haben wollen. (Siehe Berner-Zeitung vom 27.5.04) Da könnten Sie natürlich auch allfällige Gigaherzliche mit ihren Messantennen auf Hausdächern und in Gassen herumschleichen sehen. Nur sollten Sie dann heillos aufpassen, dass Sie nicht Ihre eigenen Leute verhaften lassen. Die sehen uns, aus der Luft gesehen, nämlich verdammt ähnlich. Bei Verwechslung sind Ihnen einige Schnitzelbankseiten an der nächsten Fastnacht sicher. Für den Fall dass Sie ein Betretungsverbot für die Gigaherzlichen für den Kanton Basel-Land in Erwägung ziehen, möchten wir (Vorstandsmitglieder von Gigaherz.ch) schon jetzt mit einer entsprechenden Maskerade vorsorgen. Wir überlegen uns deshalb gerade ernsthaft, ob wir unsere nächste Vorstandssitzung nicht in Ihren Kanton verlegen wollen. Sind Sie dabei? Mit gigaherzlichen Grüssen, Ihr Hans-U.Jakob Zurück |
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