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Schweizer Vorsorgewerte sind und bleiben ein RiesenschwindelGemäss dem schweizerischen Umweltschutzgesetz müssen für Immissionen die einmal schädlich oder lästig werden könnten, sogenannte Vorsorge-Grenzwerte aufgestellt werden. Hans-U. Jakob, 04.07.03 Einige deutsche Grossstädte und Bundesländer diskutieren bereits über die Einführung der sogenannten Schweizer Vorsorgewerte für nichtionisierende Strahlung. Die Politiker hoffen, damit eine gewisse Beruhigung in den Aufruhr zu bringen, welcher seit dem Wildwuchs in der Antennenbauerei in weiten Teilen der Bevölkerung herrscht. Absenkung der Grenzwerte um Faktor 10 in V/m gerechnet und gar um Faktor 100 in W/m2 gerechnet, tönt zwar gut, ist aber in Wirklichkeit eine Irreführung der Bevölkerung, wie es sie in diesem Ausmass seit der Gründung der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 noch gar nie gegeben hat. Denn die schönen Schweizer Werte gelten ausdrücklich nur in Innenräumen wie Krankenzimmer, Schulzimmer, Schlafzimmer und Wohnzimmer.
Sie gelten nicht auf Balkonen Dachterrassen, Gärten, Spielplätzen, Freibädern und Parkanlagen und für alles Weitere, was sich im Freien befindet.
Trotzdem gut, glauben viele Leser, dann haben wir wenigstens im Innern unserer Wohnungen neue Vorteile. Weit gefehlt! Innen- und Aussenwerte sind nämlich fest aneinander gekoppelte Grössen. Die Verteilung nichtionisierender Strahlung erfolgt ähnlich dem Licht. Jeder, der schon einmal fotografiert hat, weiss, dass im Innern von Gebäuden mindestens 10mal weniger Tageslicht herrscht als aussen. Genau so verhält sich die Strahlung von Mobilfunkantennen. Durch die sogenannte Gebäudedämpfung und durch die Abweichung zur Senderichtung (Hauptstrahlrichtung), sowohl horizontal wie vertikal, gehen die Strahlungswerte im Innern von Wohnungen automatisch, dass heisst ohne jedes Zutun von Mobilfunkbetreibern oder Gesetzgebern auf 1/10 in V/m oder 1/100 in W/m2 zurück. Das ist genau der Grund, weshalb die Mobilfunkbetreiber jeweils sehr rasch mit der Einführung der Schweizer Werte einverstanden sind. Das kostet sie nämlich nichts. Dies, weil diese abgesenkten Werte im Innern von Gebäuden bereits überall eingehalten sind. Das gilt nicht nur für die Schweiz, sondern für alle Länder, die sich irgendwie an den ICNIRP-Werten festklammern. Diese Lösung passt natürlich auch den Politikern bestens. Dem dummen Volk vorflunkern, man hätte ja jetzt die Werte um Faktor 10 resp. 100 gesenkt. Nur weiss die Bevölkerung nicht, dass das gegenüber früher überhaupt nichts gebracht hat. Politiker und Mobilfunkbetreiber klopfen sich gegenseitig auf die Schultern und das Volk wird weiterhin krank. Nach 2.5 Jahren Betrieb mit den Schweizer Werten, ist nun vielen Schweizern ein Licht aufgegangen und einige beginnen damit, im Ausland die nötige Aufklärungsarbeit über den grandiosen Schwindel mit den Schweizer-Werten zu leisten. Deshalb jetzt plötzlich das Gejaule aller Wölf(l)e im Schafspelz, gegen Schweizer Internetseiten, welche solch fürchterliche "Desinformationen" verbreiten würden. Fachliche Inkompetenz, Fehlrechnungen und Zahlenfälscherei wird uns etwa gerne vorgeworfen. Zu schön wäre es halt gewesen, mit einem fiesen Trick, wie den Schweizer Werten, die Bevölkerung in falscher Sicherheit zu wiegen. Dass die Schweizer Vorsorgewerte nichts mit Vorsorge, dafür sehr viel mit physikalisch-technischen Phänomenen zu tun haben, zeigen die nachfolgenden Grafiken. ![]() ![]() Frühere Publikation zum gleichen Thema in deutscher Sprache (unter Recht und Unrecht) Frühere Publikation zum gleichen Thema in französischer Sprache (unter Recht und Unrecht) Zurück |
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