Fledermäuse am hellichten Tag durch Handystrahlung aufgeschreckt

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Posted by Administrator (admin) on 01.01.1970
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Fledermäuse am helllichten Tag durch Handystrahlung aufgeschreckt

Der folgende Berichte möchte die Auswirkungen der Handystrahlung auf die Kaninchen- und auf die Bienenzucht ergänzen

von W.P. Brunner, Präsident der Umwelt und Naturschutzkommission Bättwil SO

In Bättwil führen wir jedes Jahr unter Mitwirkung der Novartis-Angestellten (Partnerschaftstag) in unserem Naturschutzreservat mit bescheidenen 5 ha Fläche einen Säuberungstag durch. Dabei geht es vor allem darum, den Leuten der Chemie die Natur etwas näher zu bringen.

Folgendes hatte sich nun am 28 April 03 zugetragen: Das Wetter, ein herrlicher, warmer wolkenloser Prachtstag wie im Bilderbuch. Von den 16 Personen wurden 8 Personen mit der Säuberung um den Weiher beauftragt. Die zweite Gruppe mit den älteren und erfahreneren Leuten waren im übrigen Gebiet im Einsatz. Um 10.45h hörte ich plötzlich vom Weiher her ein Rufen: "Schaut mal, die Fledermäuse hier über dem Teich!" Bei mir dachte ich: "Die können ja nicht einmal eine Ente von einer Fledermaus unterscheiden." Somit setzte ich mich Richtung Weiher ab um nach dem Rechten zu schauen. Und siehe da: tatsächlich, so unglaublich dies tönt, es waren Fledermäuse, welche immer im Kreise über dem Weiher ihre verstörte Flugakrobatik zeigten. Von diesen Manövern am heiterhellen Tag war ich überzeugt, dass diese sensiblen Tiere über kurz oder lang dem Stress nicht mehr standhalten können und abstürzen würden. Auf meine Frage an alle Beteiligten um den Weiher, ob sie ein eingeschaltetes Handy auf sich tragen, wurde mit einem einhelligen JA geantwortet.

"Also schaltet diese bitte sofort aus!"
Innert zwei Minuten war der Spuk vorbei. Die Erkenntnis, die ich daraus schliesse, ist, dass diese sehr sensiblen Tiere, mit Radar-ähnlich ausgerüsteten Organen, auf die Funksignale der Handys geweckt und angezogen wurden. Wie viele Wandergruppen von Naturfreunden, Ornithologen und anderen Naturbewunderern machen Tagesausflüge und haben ihr Handy dabei, ohne die Auswirkungen auf die Natur zu berücksichtigen.
Mein Aufruf geht darum an alle Wandergruppe: Lasst euer Handy zu Hause! Bitte gebt diese Information weiter.

Am 14. Juni 03 erschien folgender Artikel in der Baslerzeitung BAZ: Dem Projekt zur Wiedereingliederung des Luchses fehlen zwei männliche Luchse. Einer davon wurde gefunden und die Obduktion ergab, dass das Tier (nur zweijährig) an Herzversagen gestorben ist. Dem Tier wurde ja zur Kontrolle ein Funkhalsband umgehängt. Mir fehlen Informationen, welche Frequenzen und andere Parameter hier Anwendung finden, komme aber zur Überzeugung, dass dieses Funkhalsband der auslösende Faktor sein könnte.

Ich kann nun wirklich dem Mobilfunk etwas Positives abgewinnen, nämlich die bewiesene Erkenntnis, dass das Ganze noch viel katastrophaler ist als bisher angenommen.

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