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Fragebogen zu gesundheitlichen Beschwerden von elektromagnetischen FeldernBundesamt für Gesundheit, 3.5.2003 Zusammenfassung der Resultate Einführung Die Resultate dienen dazu, eine verbesserte Information und Beratung der betroffenen Personen zu ermöglichen und auch relevante Forschungsschwerpunkte zu bestimmen, die in direktem Zusammenhang mit den Beschwerden der betroffenen Bevölkerung stehen. Die Erhebung konnte aus methodischen Gründen nicht so aufgebaut werden, dass eine direkte Beziehung zwischen elektromagnetischen Feldern und gesundheitlichen Beschwerden aufgezeigt werden kann. Studienablauf Resultate 74% der antwortenden Personen begründen ihre Beschwerden auf das Vorhandensein von Mobilfunkantennen Gesundheitliche Beschwerden treten meistens zu Hause auf. Nur 10% der Studienteilnehmer geben andere Orte an. Bei 90% der Studienteilnehmer treten die Symptome auf, sobald sie in die Zone mit Elektrosmog eintreten. Die Symptome schwächen sich ab, sobald die Personen diese Zone wieder verlassen. Die Symptome entwickeln sich bei 53% der Studienteilnehmer innerhalb einiger Minuten, bei 21% innerhalb einiger Stunden und bei 17% innerhalb einiger Tage. Das Verschwinden nach Verlassen der Zone verläuft ähnlich, aber meist langsamer. 52% der Studienteilnehmer leiden seit weniger als 2 Jahren, 71% seit weniger als 3 Jahren und 7% seit länger als 10 Jahren an den beschriebenen Symptomen. Die meisten Studienteilnehmer geben an, dass sie gewisse elektromagnetische Felder wahrnehmen können. 53% der Studienteilnehmer bezeichnen ihre, durch EMF verursachte körperliche Beeinträchtigung mit "sehr schwer" oder "schwer" und 35% mit "mittel". 76% der Studienteilnehmer beschreiben die soziale Beeinträchtigung als "nicht vorhanden" oder "leicht", 17% der Teilnehmer geben eine teilweise Arbeitsunfähigkeit an.Zwei Drittel der Teilnehmenden haben Massnahmen ergriffen, um die Symptome zu verringern. Die am erfolgreichsten beschriebene Massnahme ist das Vermeiden elektromagnetischer Felder durch Netzfreischalter, Entfernen von Quellen im Haus und die Meidung von Feldern. Dagegen haben Lebensstil-Änderung, Abschirmung der Wohnung und komplementärmedizinische Massnahmen wenig geholfen. 85% der Personen, die eine Behörde wegen ihrer Symptome konsultierten, sind mit den erhaltenen Antworten oder Aktionen unzufrieden. Konsultation von Selbsthilfegruppen oder Baubiologen erfüllten jedoch grösstenteils die an diese Institutionen gestellten Erwartungen. Diskussion und das weitere Vorgehen Mobilfunkantennen sind die am meisten genannten Beschwerde-Quellen. Einen kausalen Zusammenhang kann aber nur mit epidemiologischen Studien nachgewiesen werden. Solche Studien vergleichen die Symptome von "bestrahlten" Personen mit "nicht bestrahlten". Aufgrund grosser methodologischer Schwierigkeiten wurden bis jetzt noch keine solchen Studien durchgeführt. Nach wie vor ungeklärt ist die Frage der Elektrosensibilität. Sind die genannten Beschwerden gleich verteilt in der Bevölkerung oder betreffen sie nur besonders empfindliche Personen? Wie sind solche Personen zu bezeichnen und warum reagieren sie empfindlicher? Die Erhebung hat gezeigt, dass die Studienteilnehmer häufiger krank sind. Ist das die Ursache für eine grössere Empfindlichkeit gegenüber EMF oder eine Folge der EMF-Belastung? Es ist geplant, dieser entscheidenden Frage nachzugehen und wissenschaftlich zu untersuchen. Die Auswertung hat gezeigt, dass die Information und Beratung durch Behörden als ungenügend betrachtet wird. Wir werden versuchen, diesem Problem nachzugehen und unsere Leistungen zu verbessern versuchen, um den Bedürfnissen der betroffenen Personen besser zu begegnen. Bundesamt für Gesundheit, im April 2003 Kommentar Gigaherz Im Sommer 2001 verschickte das Bundesamt für Gesundheit ca. 3000 Fragebögen. Bis zum Herbst 2001 kamen nur etwa 50 zurück. Die Aktion sollte deshalb mit der Begründung, es gäbe keine oder viel zu wenig elektrosensiblen Menschen, abgeblasen werden. Wir vermuteten, dass die Fragebogen offenbar an die falschen Adressen verschickt wurden. Dem konnten wir abhelfen. Die sehr umfangreichen Fragebogen wurden unseren Rundbriefen an unsere Vereinsmitglieder beigelegt, mit der Bitte, diese zu kopieren und in weiteren Kreisen mit Gesundheitsproblemen durch Mobilfunkantennen oder anderem Elektrosmog zu verteilen. Worauf sich ein Mitarbeiter des BAG prompt bei uns über die viele Arbeit beklagte, die wir ihnen nun machen würden. Anzumerken wäre allerdings, dass durch die Kopiererei die vorgegebene Nummerierung der Fragebogen durcheinandergeriet, was nachträglich dem BAG tatsächlich einen zusätzlichen Entwirrungs-Aufwand brachte. Denn es durfte nicht sein, dass unter der gleichen Fragebogen-Nummer mehrere Hundert Personen antworteten. Also mussten die Bogen neu nummeriert, und die Absender verifiziert werden. Denn es musste klar ausgeschlossen werden, dass einige Schlaumeier gleich 2 oder mehrere Bogen ausfüllten. Wir bedanken uns beim BAG für die rasche Auswertung der sehr umfangreichen Fragebogen und für die Bewältigung des zusätzlichen Mehraufwandes den wir ihnen verursacht haben. Das BAG hat mit seiner unkomplizierten Arbeitsweise bewiesen, dass es nicht erforderlich ist, 10 Jahre und mehr auf Forschungsresultate zu warten. Besten Dank! Das Gigaherz-Team Zurück |
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