|
||||
|
|
||||
Fahndungsergebnisse aus dem BUWALDas BUWAL *1) fahndet seit 12 Monaten intensiv mit 2 Leuten nach den 20'000 Studien, *2) welche laut den Mobilfunkbetreibern die Unschädlichkeit von Mobilfunksendern beweisen sollen. Gefunden wurde nach einem Jahr Sucharbeit nur gerade 200 Studien, welche mit dem Mobilfunk in Zusammenhang gebracht werden können und von diesen 200 befassen sich 199 mit dem Handy und nur eine einzige mit Mobilfunk-Sendern. Hans-U.Jakob, 29.4.03 Resultate der Literaturstudie in Kursivschrift, Kommentare von Hans-U.Jakob in Normalschrift. Die Wissenslücke ist weiterhin gross. Für die kontrovers diskutierten Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen gibt es bislang nur eine einzige aussagekräftige Untersuchung, und bei vielen Befunden lässt sich nicht sagen, ob Strahlung tatsächlich die Ursache ist. Aha! Und wo sind die 19'999 übrigen Studien geblieben, über welche die Mobilfunker seit Jahren verfügen wollen? Der Sattelschlepper mit 40 Tonnen Papier beladen, steckt wahrscheinlich noch irgendwo im Stau am Gotthard? Neue «gesicherte» gesundheitliche Auswirkungen durch hochfrequente Strahlung gibt es laut der Studie nicht. Macht ja nichts, die altbekannten sind schon schlimm genug! War ja auch kaum anders zu erwarten, wenn man weiss, dass die Wissenschaft der Technik und den Erfahrungswerten immer 20 Jahre hinterher hinkt. Kommt dazu, dass die Wissenschaft immer zuerst in mühseliger Kleinarbeit von Volksanwälten und Bürgergruppen auf den richtigen Pfad gelotst werden muss, weil es die Technokraten vorzüglich verstehen, die Wissenschafter jahrelang in die Irre zu leiten und für Falschgutachten oft und gerne Millionen bezahlen. Als «wahrscheinlich» eingestuft wurden hingegen Wirkungen auf die Hirnströme und auf kognitive Funktionen. Deren Bedeutung für die Gesundheit bleibt allerdings unklar. Solche Wirkungen wurden beim Telefonieren mit Handys beobachtet, nicht jedoch im Zusammenhang mit Mobilfunk-Sendern. Mit nur einer einzigen Studie über Mobilfunksender hier Klarheit zu bekommen, war ja wohl kaum möglich. Besonders dann, wenn diese etwa noch falsch konzipiert war. Vorläufig zählen für uns nur die Erfahrungswerte. Und diese sind alarmierend. Trotzdem läuft der grösste Freilandversuch aller Zeiten unterdessen ungehindert weiter. Ein Mobilfunksender neuerer Bauart strahlt übrigens rund 8000 mal stärker (in Watt-ERP) als ein Handy, und das erst noch während 24 Stunden am Tag. Als «möglich» eingeschätzt wird ein erhöhtes Hirntumorrisiko bei häufigem Telefonieren mit dem Handy. Die entsprechenden Studien sind jedoch widersprüchlich. Klar, es kommt halt immer darauf an, wer die Studien finanziert hat. Ebenfalls als «mögliche» Effekte einzustufen sind ein erhöhtes Leukämierisiko oder eine verschlechterte Schlafqualität in der Umgebung von starken Rundfunk-Sendern bei Belastungen bis in den Bereich des Anlagegrenzwertes der NISV. Diese Einschätzung basiert auf vereinzelten, nicht widerspruchsfreien Hinweisen. Achtung: Jetzt wird's hochinteressant. Das Buwal verschweigt der Bevölkerung hier etwas ganz Wesentliches. Der Anlagegrenzwert (Schweiz) gemäss NISV 3*), welcher da angesprochen ist, beträgt nämlich 2.7V/m (0.02 Watt/m2), da es sich bei den angesprochenen Sendern um Kurzwellensender handelt. Der Anlagegrenzwert für Mobilfunksender dagegen beträgt 4 bis 6V/m (das sind 0.04 bis 0.1Watt m2), ist also bereits 2 bis 3 mal (resp. 2 bis 5 mal) weiter oben angesiedelt. Die Autoren der Studie empfehlen daher einen vorsorgeorientierten Umgang mit hochfrequenter Strahlung und eine verstärkte Erforschung der gesundheitlichen Wirkungen. Dann forscht mal schön brav! Passt aber bitte auf, dass der Dampfkessel auf dem ihr sitzt, euch nicht plötzlich unter dem Hintern explodiert. 1*) Nach Swisscom sind es 10'000 Studien, nach Orange 20'000 und nach Sunrise 12'000 |
||||