Enegrgiesparlampe soll angeblich das Klima retten ?

Aufrufe und Aktionen
Posted by Administrator (yeti) on 16.10.2007
Home >> Aufrufe und Aktionen

Energiesparlampe.jpg



Australien macht‘s vor, Umweltminister Sigmar Gabriel will‘s nachmachen und mit ihm die halbe EU, Al Gore setzt es auf seine Forderungsliste zur Rettung der Welt vor der Klimaerwärmung, die Industrie reibt sich die Hände: alle alten Glühbirnen raus, neue Energiesparlampen rein, zur Not per Gesetz, vielleicht schon 2010.

 

 

Aus: Wohnung und Gesundheit 124, Herbst 2007, S. 26-29
mit freundlicher Erlaubnis publiziert bei Gigaherz am 16.10.07

Von Wolfgang Maes:
Glühbirne raus - Energiesparlampe rein?

Wir alle müssen was tun. Bei den Energiesparlampen spiele ich nicht mit.

VORTEILE

Niedrigerer Stromverbrauch bei höherer Lichtausbeute?
Jein. Sicherlich braucht die Energiesparlampe weniger Strom als die Glühbirne. Aber die Lichtausbeute ist längst nicht immer derart vorteilhaft wie angegeben. Von wegen 11 Watt Sparlampe entsprechen 60 Watt Glühlampe, diese Rechnung fällt, je nach Situation und Nutzung, auch viel schlechter aus. Wir von der Baubiologie Maes haben das unter Praxisbedingungen überprüft, z.B. in Schreibtischlampen mit Reflektorschirm und Lichtführung zur Arbeitsfläche hin, und manchmal nicht mal die Hälfte der Glühbirne raus - Energiesparlampe rein? Wir alle müssen was tun. Bei den Energiesparlampen spiele ich nicht mit. Australien macht‘s vor, Umweltminister Sigmar Gabriel will‘s nachmachen und mit ihm die halbe EU, Al Gore setzt es auf seine Forderungsliste zur Rettung der Welt vor der Klimaerwärmung, die Industrie reibt sich die Hände: alle alten Glühbirnen raus, neue Energiesparlampen rein, zur Not per Gesetz, vielleicht schon 2010. versprochenen Lichtfülle gefunden, dafür ab und zu mehr Stromverbrauch als von den Herstellern deklariert. Außerdem funktionieren Leuchtstoffröhrensysteme nur bei höheren Betriebs- und Raumtemperaturen optimal. Schon bei üblicher Zimmertemperatur wird deren Lichtausbeute schlechter, in kalten Räumen noch schlechter. Die Lichtstärke lässt ebenso mit der Lebensdauer der zum Energiesparer erklärten Lampen nach, und das teilweise rapide. Das alles zusammengenommen lässt die gelobte Helligkeit der Sparlampe schon mächtig schrumpfen, bis zur Hälfte und noch mehr. Ganz anders bei der Glühbirne, die bleibt stets gleich hell, egal ob warm oder kalt, ob jung oder alt, so lange bis der Faden reißt.

Längere Lebensdauer?
Jein. Sicherlich hält die Energiesparlampe länger als die Glühbirne. Die Industrie verspricht 10.000 Stunden, zehnmal mehr. Aber auch das hängt wesentlich von der Nutzung ab. Viele Schaltvorgänge verträgt sie nicht gut. Und sie will möglichst lange leuchten und vor dem nächsten Einschalten wieder abkühlen. Wenn nicht, geht die Haltbarkeit in den Keller.

Viele Sparlampen halten nicht einmal ein Drittel der angegebenen Zeit, manche nicht mal ein Fünftel. Aber wer prüft das und geht zum Händler, wer hat noch den Einkaufszettel vom vorigen Jahr?

Und: Sie ist viel teurer, die Sparleuchte. Kalkuliert man das in die Haltbarkeitsrechnung mit ein, dann schneidet die Glühlampe doch immer noch recht gut ab.

Weniger Wärmeverlust?
Jein. Sicherlich wird die Energiesparlampe nicht ganz so heiß wie die Glühbirne. Aber gleich Verlust? Da verpufft nichts. Die Wärme steht dem Raum wie jede andere Wärmequelle zur Verfügung. Und da Glühbirnen, wie alle Beleuchtungen im Haus, besonders in der dunklen und kalten Jahreszeit intensiv betrieben werden, kann zumindest dann nicht so recht von Wärmeverlust gesprochen werden, vielleicht eher noch von Wärmegewinn.


NACHTEILE

Starke elektromagnetische Felder!
Energiesparlampen emittieren stärkere, mehr und andere elektrische und magnetische Felder als Glühbirnen, sowohl niederfrequente als auch hochfrequente. Deshalb steht für uns nach vielen Messungen fest: Eine Energiesparlampe gehört nicht in Kopf- oder Körpernähe, nicht an den Schreib- oder auf den Nachttisch, ein guter Meter Mindestabstand sollte eingehalten werden. Computerbildschirme gelten seit 15 Jahren als strahlungsarm, werden aus berechtigter gesundheitlicher Vorsorge aufwändig strahlenreduziert hergestellt, und prompt kommt uns die Energiesparlampe in die Quere. Die macht in der Schreibtischlampe glatt so viel oder noch mehr Elektrosmog als der 21-Zoll-Bildschirm daneben. Mehr Elektrosmog als PCNormen erlauben? Ja.

Die weltweit angewandte PC-Norm TCO setzt ihre Grenze für elektrische Felder in dem für Energiesparlampen typischen Frequenzbereich auf 2,5 Volt pro Meter. Das erreichen die meisten Sparleuchten mit Links und überbieten es sogar. Die in den Sparlampen integrierten elektronischen Vorschaltgeräte treiben die sonst übliche Nutzfrequenz von 50 Hertz auf einige zig Kilohertz hoch, in den Bereich von 20 bis 60 Kilohertz, also 20.000 bis 60.000 Hertz. Die Sparlampen-typische Frequenzumwandlung zieht neue und zusätzliche Elektrosmogbelastungen nach sich, speziell in diesem höheren Kilohertzbereich.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit veröffentlichte 2004 zur Beruhigung der Verbraucher, die Computernorm würde von den Sparlampen unterschritten und untermauert das mit eigenen Messreihen. Doch für diese von Osram und Philips unterstützten Tests wurden Messgeräte und -methoden eingesetzt, die nicht TCO-konform sind, was zu niedrigeren Ergebnissen führte. Wir überprüfen die Strahlung von Sparlampen seit Jahren, auch für Verbraucherzeitschriften wie Öko-Test oder K-Tipp, und stellen mit den richtigen Messaufbauten nach wie vor fest, dass es die kleine Birne schafft, den großen Monitor in Sachen Elektrosmog in den Schatten zu stellen.

Die Feldbelastung durch moderne Energiesparlampen wird schon lange kritisiert. 1998 mahnte der Öko- Test zur Vorsicht: „Elektrosmog, bitte Abstand!“ Und die Stiftung Warentest 2006: „Erst ab 1,5 Meter unterschritten alle geprüften Sparlampen den TCO-Computerrichtwert.“ Deshalb: „In Steh-, Schreibtisch- oder Nachtischlampen sollte man sie nur nutzen, wenn ein größerer Abstand gewahrt bleibt.“
Starke elektromagnetische Oberwellen!

Ein spezielles Elektrosmogproblem sind Oberwellen. Glühlampen sind arm an Oberwellen, sie begnügen sich mit der sinusförmigen Grundfrequenz von 50 Hertz. Die elektronisch gesteuerte Energiesparlampe zieht harte, steilflankige Frequenzen mit vielen Oberwellen nach sich, sowohl bei den niederfrequenten 50 Hertz des Stromnetzes als auch bei den höherfrequenten 20 bis 60 Kilohertz der Elektronik.

Ein Frequenzsalat besonderen Ausmaßes und keiner weiß, wie das biologisch verarbeitet wird. Allgemein geht man davon aus: Je stärker die Feldintensität, je höher die Frequenz und je mehr Oberwellen, desto größer das biologische Risiko. Alle drei elektromagnetischen Negativpunkte sind bei der Energiesparlampe zu finden, bei der Glühbirne dagegen nicht.
Nervende Flimmerfrequenzen!

Glühbirnen funktionieren mit der Netzfrequenz von 50 Hertz. Hierdurch entsteht kein Flackern, das Licht bleibt gleichmäßig, kontinuierlich, natürlich, weil der Glühfaden in der gleichnamigen Birne zu träge ist, um auf die Netzfrequenz zu reagieren, eine Zeit nachglüht und Flackern deshalb ausschließt.

Anders bei den nach Leuchtstoffröhrenmanier gebauten Sparlampen: Der Leuchtstoff in der Röhre ist kein bisschen träge und geht der Frequenz entsprechend ständig an und aus, flackert, flimmert, taktet, pulst. So ähnlich wie ein Stroboskopblitz in der Disko. Das nervt.

Periodische Taktereien dieser Art gibt es in der Natur nicht. Sie gelten als kritisch. Im medizinischen Lexikon Pschyrembel wurde Leuchtstoffröhren- und somit Energiesparlampenlicht als „Stressfaktor“ ausgewiesen. Osram warnt bei der Haltung von Tieren: „Dieser Vorgang kann bei manchen Tierarten Unruhe bis zu vegetativen Nervenstörungen auslösen.“ Experten warnen und Gesundheitsministerien stellen fest, dass Menschen, die zu Epilepsie neigen, „ähnliche Symptome wie bei einem Anfall“ erleiden könnten.

Auch deshalb hat man sich für die elektronischen Vorschaltgeräte entschieden, welche die Frequenz ja, wie erwähnt, hoch schieben in den Bereich einiger zehntausend Hertz, und behauptet nun, es flimmere nicht mehr. Die Medien unken es unaufhörlich von Bild bis TV. Die Behauptung wird seit Jahren verbreitet, von der Industrie, den Händlern, den Behörden, sogar Wissenschaftlern, die es wissen sollten, auch vom bereits erwähnten Schweizer Bundesamt für Gesundheit, von Verbraucherberatungen, Ökofachhändlern, selbst vom Öko-Test: „Mit der Einführung der heute standardmäßigen elektronischen Vorschaltgeräte hat man den Energiesparlampen das Flackern ausgetrieben.“ Das stimmt aber nicht.

Baubiologe und Diplom-Ingenieur Norbert Honisch hat es überprüft und bestätigt aktuell: Es flimmert immer noch, und das nicht zu knapp, diesmal in der höheren Frequenz der von der Elektronik produzierten 20, 30, 40... Kilohertz, und, Unheil nimm deinen Lauf, die niedrigere Frequenz des Stromnetzes sorgt für ein zusätzliches Flimmern im 100- Hertz-Takt. Ein flackerndes Blitzlichtgewitter, eine doppelte Portion von nieder- und höherfrequenten Lichttakten.

Was stimmt ist, dass die höherfrequente Flimmerei vom Auge nicht mehr wahrgenommen werden kann, weil das Auge so schnelle Abläufe nicht mehr auflöst. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Flimmerei nicht mehr da ist und dass sie biologisch nicht irritiert, wie auch immer, vielleicht noch schlimmer.
Schwindel, Schwäche, Probleme

Nach unserer Erfahrung dürften die im Einfluss von Sparlampen und anderen Leuchtstoffröhren häufiger beschriebenen Beschwerden sich dominierend auf diese Flimmerfrequenzen beziehen. Manche Menschen leiden unter Kopfdruck, Schwindel, Unwohlsein, Schwäche, Übelkeit, Zittern, Nervosität, Angst, Kältegefühl, neurologischen Störungen, Symptomen wie bei Unterzuckerung und anderen unheilvollen Problemen. Nimmt man im Experiment die Flimmerfrequenz weg, z.B. durch ein Gleichstrom-Vorschaltgerät (was technisch nur bei den großen Röhren funktioniert), lassen die Beschwerden nach. (...)

Die Vorbehalte von Gigaherz finden Sie unter
http://www.gigaherz.ch/1187 und
http://www.gigaherz.ch/1223


 

 



Zurück