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Mobilfunkstrahlung auf öffentlichen Plätzen und Trottoirs 1.5m über dem Asphalt zu messen und im TA und in der NZZ vom 26.9.06 als allgemein gültige Werte zu publizieren, kommt dem Straftatbestand der Falschbegutachtung gleich. Denn auf der Höhe der 5. Etage ist die Strahlungsintensität in den meisten Fällen 10 mal höher. Doch wo findet sich ein mutiger Staatsanwalt, welcher diese Schlitzohren in die Schranken weist? Hans-U. Jakob. 27.9.06 ![]() Bild 1: Typische Strahlungsverteilung in innerstädtischem Gebiet. Messungen unten auf Strassen und Plätzen ergeben ein völlig falsches Bild. Im Bild eingetragen sind diejenigen Messorte, die auch die Messtechnker vom ForumMobil hätten benützen müssen! Farbskala: Schwarz: keine Strahlung Dunkelblau: sehr schwache Strahlung Hellblau: schwache Strahlung Weiss: mittelmässige Strahlung grün: starke Strahlung Gelb: sehr starke Strahlung Orange: stärkste Strahlung Braun: allerstärkste Strahlung Bild: Computersimulation Bundesamt für Kommunikation Wer einigermassen aussagekräftige Messresultate haben will, muss sich also in einer der horizontalen Hauptstrahlrichtungen nach oben begeben und sich der Keule von unten her annähern oder sogar in diese hineinsteigen. Und im Klartext bedeutet das, dass in einem Gebäude die Strahlung bis in die 5.Etage hinauf kontinuierlich bis zum 10-Fachen zunimmt. Wenn nun, wie in NZZ und TA behauptet wird, auf dem Bellevueplatz in Zürich, in Zeiten höchster Belastung, eine Strahlenbelastung von "nur" 1.35V/m (Volt pro Meter) geherrscht habe, bedeutet das in einem der angrenzenden Gebäude bei offenem Fenster im 5. Stock = 13.5V/m. Wohlgemerkt bei einem Grenzwert von 5V/m und nicht etwa bei 50V/m wie in NZZ und TA behauptet. Denn die 50V/m gelten nur für Kurzzeitaufenthalt und schützen die Menschen lediglich vor Verbrennungen. Die 50V/m gelten nicht für Wohn- und Arbeitsräume, weil sie nicht im Entferntesten gegen biologische Langzeitwirkungen (wie etwa Krebs) etwas nützen. Wer von den Journalisten nicht besser Bescheid weis, sollte die Finger vor solchen Veröffentlichungen lassen. Diese wiegen die Bevölkerung in völlig falscher Sicherheit und bringen Krankheit, Not und Elend über die Betroffenen. Aehnliche Falschmeldungen veröffentlichen NZZ und TA vom Bahnhofplatz in Winterthur. Hier sollen es sogar "nur" 0.58V/m gewesen sein. Nach obigem Bespiel berechnet heisst das aber im 5.Stock mindestens 5.8V/m. Auch hier Alarmstufe "rot" und gar nicht etwa "unbedenklich" wie in der Schlagzeile des TA vermerkt. Verantwortlich für die Messungen zeichnete einmal mehr das ForumMobil. Das ist ein Verein der Schweizer Mobilfunkbetreiber mit Jahresbeiträgen von 1 Million sfr (pro Mitglied) Kommentar: "Wer denen noch etwas glaubt, ist selber schuld!" Uebrigens: Um langfristig gesund zu bleiben, dürfte die hochfrequente Dauerbestrahlung in Innenräumen nicht über 0.02V/m und aussen nicht über 0.06V/m liegen. Das sind die Werte welche aus einer Vielzahl unabhängiger, nicht von den Mobilfunkbetreibern bezahlten epidemiologischen Studien hervorgehen. (Quelle: Landessanitätsdirektion Salzburg, Dr, G. Oberfeld) Ein weiterer dummer Spruch im TA stammt angeblich von Hansjörg Sommer vom AWEL (Amt für Abfall, Wasser Energie und Luft des Kantons Zürich) ![]() Spitzenwerte bis zu 120 Volt pro Meter (und 150mA/m) in der Gebrauchsdistanz zum menschlichen Schädel. Der PC links im Bild rückt den Strahlungswert lediglich um 0.2V/m nach oben. Die Schädelwand eines Erwachsenen dämpft die Strahlung lediglich um 30%. Der Rest gelangt auf die Hirnoberfläche. Die Schädelwand eines Kindes ist noch wesentlich dünner. Bild aus dem Gigaherz-Labor, aufgenommen bei schlechten Empfangsbedingungen. Die weisse Messsonde (rechts) ist in der Gebrauchsdistanz zum Schädel angeordnet worden. Zurück |
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